Drei Vorstellungen geplant / 14 Trainingseinheiten bis zum Auftritt

Erzieherinnen lernen Tanzen

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Mediengruppe Kreiszeitung

Verden - 22 angehende Erzieherinnen der Fachschule Sozialpädagogik an den BBS Verden widmen sich für „Tanz macht Schule“, dem Kooperationsprojekt von Tintenklecks und Tanzwerk Bremen, großen Gefühlen. Tanzend haben sie sich der Frage „Was gibt uns Hoffnung, in schwierigen Situationen?“ gestellt.

Gestenreich, synchron und selbstbewusst proben die jungen Frauen einmal wöchentlich in der Sporthalle der Grundschule am Sachsenhain. „Erst ohne, dann mit Musik, und es klappt schon ganz prima“, so Choreografin Antonia Stemmer und Lehrerin Kerstin Teuber-Engelking.

„Es ist das zweite Mal, dass unsere Fachoberschule mitmacht“, erzählt Teuber-Engelking, die Tanzprofi Stemmer bei ihrer Arbeit unterstützt. Sie erklärt, worum es beim Tanzbeitrag geht. „Antonia hat zunächst Themen abgefragt, die die Schülerinnen bedrücken und die ihnen Angst machen. Sie haben das eigene Sterben oder den Tod im allgemeinen genannt, aber auch Ängste vor Weltuntergang, Krankheit oder Krieg sind zur Sprache gekommen.“ Weiter habe Stemmer nachgefragt, was ihnen Hoffnung gibt und hier hätten die meisten Familie, Freunde, Licht oder Gemeinschaft genannt.

Allesamt Fragen und Antworten, die die angehenden Erzieherinnen mit ausdrucksstarken Tanzfiguren sichtbar machen. Unter anderem zur Musik aus den Charts und begleitet von kurzen Texten, die zeigen, was tonnenschwer auf der Seele lastet oder auch angstbefreiend sein kann.

„Das Publikum erwartet in den drei Vorstellungen von ‚Tanz macht Schule‘ eine künstlerisch anspruchsvolle, an das Alter und die Möglichkeiten der Teilnehmer angepasste vielfältige Präsentation, in der Ausdruckssprache zeitgenössischen Tanzes“, so Rolf Hammes, künstlerischer Leiter von Tanzwerk Bremen und Projektleiter. Gemeinsam mit Choreografin Johanna Schlösser verfolgt er die Probe. „Es ist Ziel, die Schüler über Bewegung zur Musik mit dem Tanz in Verbindung zu bringen“, erklärt er.

„Ich bin von der Unterschiedlichkeit und Vielfalt der einzelnen Beiträge immer ganz geflasht“, sagte Hammes. Für die Aktiven tue sich tanzend eine eigene Welt auf, meinte der Projektleiter. „Das geschieht schon während der Proben. Es ist wie ein Rausch. Und das, obwohl die Probenzeit von 14 Einheiten zu je 90 Minuten doch relativ kurz ist.“

Hammes erzählt weiter, dass Tanzkunst anders tickt, als etwa Theaterspielen. „Für Tanzen kann man die Schüler nur begeistern, wenn man sie aktiv teilhaben lässt, wenn sie eigene Ideen einbringen und entwickeln dürfen. Dass der Choreograf ein Stichwort sagt und die Schüler daraufhin los tanzen, das funktioniert hier nicht.“

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