Sparkassenmitarbeiterin unterstützt Stiftungsprojekt in Mexiko und El Salvador

Drei Monate Mittelamerika

Vorstand Silke Korthals (l.) mit ihrer unternehmungslustigen Mitarbeiterin Freya Ahrens.

Verden - Der Reiseplan steht schon fest und die Vorbereitungen sind fast abgeschlossen: Die 22 Jahre alte Bankkauffrau Freya Ahrens fährt als Stipendiatin der Sparkassenstiftung für drei Monate nach Mexiko und El Salvador. „Raus aus der Komfortzone“, heißt das Stiftungsprojekt, für das sie dort in der Ausbildung von Kollegen arbeiten wird.

Im Januar hat Freya Ahrens erst selbst ihre Ausbildung bei der Kreissparkasse Verden abgeschlossen. Danach hat sie privat zwei Monate auf einer Farm in Namibia gearbeitet, teilt das Verdener Bankhaus mit. Jetzt will sie nach Mittelamerika. Ein Stipendium der Stiftung für internationale Kooperation der Sparkassen-Finanzgruppe macht es der 22-jährigen Verdenerin möglich.

Aus zahlreichen Bewerbungen wurde Ahrens von der Sparkassenstiftung in Bonn ausgewählt. Vor allem ihre Spanisch-Kenntnisse haben ihr beim Vorstellungsgespräch geholfen. Die hat sie bei einem einjährigen Aufenthalt in Mexiko mit Rotary International in ihrer Schulzeit erworben. „Das Gespräch wurde plötzlich auf drei Sprachen geführt: Deutsch, Englisch, Spanisch. Da habe ich sehr von meinem Auslandsjahr profitiert“, berichtet die die junge Frau schmunzelnd.

Doch auch dem positiven Empfehlungsschreiben ihres Arbeitgebers verdankt sie ihr Stipendium. „Natürlich unterstützen wir unsere Mitarbeiter, wenn sie sich ehrenamtlich engagieren. Freya Ahrens war eine herausragende Auszubildende. Dass wir ihr diese tolle Chance dann ermöglichen, ist für mich selbstverständlich“, betont Vorstandsvorsitzende Silke Korthals.

Ohne die Unterstützung der Sparkasse hätte es auch kaum funktioniert: Freya Ahrens ist schließlich angestellt und muss für das Projekt freigestellt werden. „Ich bin der Kreissparkasse unglaublich dankbar, dass mir dieser Aufenthalt ermöglicht wird und ich mich auf die Arbeit der Stiftung konzentrieren kann“, sagt die 22-Jährige.

Die Sparkassenstiftung für internationale Kooperation unterstützt Finanzinstitutionen, die die wirtschaftliche und soziale Entwicklung nachhaltig durch ein bedarfsgerechtes Bankgeschäft fördern. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die Professionalität ihrer Partnerinstitutionen zu erhöhen, damit sie ihren Kunden einen dauerhaften Zugang zu Finanzdienstleistungen bieten können.

Bei „Raus aus der Komfortzone“ wird das Hauptthema für Freya Ahrens die finanzielle Ausbildung vor Ort sein. Ziel ist, den nachhaltigen Zugang zu Finanzdienstleistungen durch die Stärkung von Bildungs- und Verbandsstrukturen in Mexiko und El Salvador zu verbessern. Freya Ahrens soll beim Erstellen neuer Lehr- und Lernmaterialien für die Auszubildenden und Dozenten mitarbeiten und selbst als Ko-Dozentin anpacken. Außerdem soll sie eine Projektarbeit zum Thema „Duale Berufsausbildung im Mikrofinanzsektor – aktueller Stand und Perspektiven“ verfassen.

Insgesamt sind in den drei Monaten vier Ortswechsel vorgesehen: Zunächst wird die 22-Jährige in Mexiko Stadt eingesetzt, danach geht es nach El Salvador, wo sie zur Sicherheit bei einem Kollegen in einer bewachten Siedlung untergebracht wird. Anschließend reist Ahrens zurück nach Mexiko City und zum Schluss nach Querétaro (ebenfalls Mexiko).

Die gebürtige Göttingerin lebt seit 16 Jahren in Verden. Wenn sie gerade nicht im Ausland unterwegs ist, reitet sie in ihrer Freizeit im Verdener Schleppjagd-Reitverein und ist mit ihrem Pferd auf Jagden der Niedersachsenmeute und auf Turnieren in der Region unterwegs.

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