Verdener Tierheim versucht seit Monaten neugierige Kitten zu vermitteln

Drei Mal schwarzer Kater

Ihre Liebe geht durch den Magen: Die drei Kleinen sind sehr verfressen und werden mit etwas Zuwendung schnell zutraulich.
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Ihre Liebe geht durch den Magen: Die drei Kleinen sind sehr verfressen und werden mit etwas Zuwendung schnell zutraulich.

Verden – Sie sind neugierig, sie sind verschmust und sie sind vor allen Dingen verfressen: Das sind die drei kleinen schwarzen Kater, die bereits seit fünf Monaten im Verdener Tierheim darauf warten, endlich adoptiert zu werden. Bis jetzt allerdings vergebens. Die stellvertretende Tierheimleitung, Janina Grube, kann sich nicht recht erklären, wieso: „Normalerweise bekommen wir schon bevor neue Katzenjunge geboren werden Anfragen rein und haben keinerlei Probleme damit, Leute, die sich für eine Adoption eignen, zu finden“, berichtet sie.

Die Mutter der drei Kitten, die ebenfalls einen rein schwarzen Pelz besitzt, kam vor circa sieben Monaten als Fundtier in das Tierheim. Schnell stellte sich heraus, dass sie trächtig war und brachte somit am 19. April ihre drei Junge zur Welt. „Ganz, ganz putzige noch dazu“, ergänzt Grube und führt aus: „Ich finde schwarze Katzen einfach toll. Sie haben einfach etwas elegantes, mysteriöses in meinen Augen.“

Sie hat drei Erklärungsansätze, wieso sie noch nicht vermittelt werden konnten: „Einerseits haben wir dieses Jahr wirklich viele schwarze oder schwarz-weiße Katzen. Andereseits könnte auch die Corona-Krise oder die Ferienzeit ein Grund sein, wieso sich in letzter Zeit generell Leute nicht dafür entschieden haben, ein Tier zu adoptieren.“ Auf die Frage hin, ob eine weitere Erklärung der Aberglaube sein könnte, der schwarze Katzen beispielsweise als böses Omen darstellt, grübelt sie etwas. Das halte sie zwar nicht gerade für wahrscheinlich, aber es könnte sein.

Das dieses Vorurteil natürlich nicht auf die drei schwarzen Kater zutrifft, merkt jeder, der sich auch nur einen Moment lang mit den Tieren befasst. Kaum betritt man ihr bisheriges Zuhause, die Quarantänestation acht, wuseln die ersten beiden prompt auf einen zu. Etwas zögerlich folgt das dritte Geschwister und faucht auch leise, argwöhnisch dem Besuch gegenüber, aber nach einmal Schnuppern entspannt es sich wieder.

„Alle drei sind wirklich sehr, sehr lieb. Natürlich etwas schüchtern beim ersten Treffen, aber wenn man sich fünf Minuten mit ihnen beschäftigt, kommen sie Kuscheln und sind schnell zutraulicher. Und ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass ihre Liebe durch den Magen geht, denn alle drei sind absolut verfressen“, fügt die stellvertretende Tierheimleitung mit einem Lachen hinzu.

Zur Adoption:

Wer sich vorstellen kann, allen Kätzchen und ihrer Mutter oder jeweils einen von ihnen ein Zuhause zu schenken, wird gebeten sich im Tierheim unter Telefon 04230/942020 zu melden. Weitere Informationen gibt es unter www.tierheim-verden.de

Von Lisa Hustedt

Genaue Inspektion: Mit großen Augen wird erstmal der neue Besucher, beziehungsweise die Kamera, inspiziert.
Die Mutter der drei Jungen ist sehr schüchtern und beobachtet das Geschehen lieber von ihrem Fensterplatz aus.

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