Nodorps Nachfolger lernt bereits

Patrick Düsselbach wird zum neuen Marktmeister ausgebildet

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Die Arbeit mit dem Maßband demonstrierten gestern schon einmal Rüdiger Nodorp, Patrick Düsselbach und Lutz Brockmann (v.l.).

Ohne Maßband geht gar nichts. Der Marktmeister der Stadt Verden muss aber kein Mathe-Genie sein. Das Instrument dient schließlich nur der Ermittlung kurzer Distanzen mit Millimeter-Genauigkeit und größerer Längen ab zehn bis 100 Meter mit Zentimeter-Genauigkeit. Damit kann Rüdiger Nodorp indes umgehen, Nachfolger Patrick Düsselbach wird es lernen.

Verden – Klar ist aber auch, wenn zum Aufbau der Domweih die exakten Standorte eingemessen werden müssen, braucht der Marktmeister das Maßband. Und manchmal auch gute Nerven. Beides hat Rüdiger Nodorp. Doch im nächsten Jahr wird er sowohl das Maßband als auch seinen Titel beiseitelegen. Die 1035. Ausgabe des Volksfestes in 2020 wird für Nodorp die letzte sein. Dann schlägt die Stunde von Patrick Düsselbach.

Der 24-Jährige aus Verden-Walle ist jetzt schon einige Jahre bei der Stadtverwaltung. 2012 hat er am Gymnasium am Wall Abitur gemacht, um sich dann für die Beamtenlaufbahn im gehobenen Dienst zu bewerben. Es folgte ein dreijähriges duales Studium der Verwaltungsbetriebswirtschaft. Nach der Übernahme durch die Stadt war er zwei Jahre zur Betreuung politischer Gremien eingesetzt, ab 2017 in der Grundstücks- und Gebäudeverwaltung. Dann sah er die interne Ausschreibung für die Aufgabe des Marktmeisters und war sofort Feuer und Flamme. Mit der Domweih sei er aufgewachsen, so Düsselbach. Außerdem organisiere er gerne. Folglich habe ihn die Aufgabe sehr interessiert. Das Gespräch mit Nodorp habe ihn dann weiter motiviert.

Zwei Marktmeister im Dienst

So kann sich die Stadt Verden derzeit damit rühmen, gleich zwei Marktmeister in ihren Reihen zu haben. Nodorp selbst hält die längere Einarbeitungszeit für absolut notwendig. Ähnlich sieht es auch Bürgermeister Lutz Brockmann. Der Job beinhalte viele Aufgaben, die sich in den vergangenen Jahren noch gesteigert hätten. Brockmann nannte nur einen Aspekt: Das Thema Sicherheit werde immer wichtiger. Brockmann: „Es geht also nicht nur um sechs Tage Freude, sondern um eine immens lange Vorbereitungszeit.“ Das weiß Düsselbach mittlerweile auch, dieser Herausforderung muss und möchte er sich gern stellen.

Mit der Domweih allein ist es aber nicht getan. Die drei Verdener Wochenmärkte werden ebenfalls zu seinem neuen Tätigkeitsfeld gehören. So werde er von Nodorp in den kommenden Monaten Punkt für Punkt eingewiesen. „Da geht es um 1000 Details“, sagte der alte Hase.

Und die jetzt schon bestehende Tätigkeit habe laut Bürgermeister Brockmann noch einen weiteren Vorteil: „Wir haben Arbeitsrückstände, die wir jetzt abbauen können.“ Wichtig sei ferner, dass der Nachfolger Nodorps hier bereits heimisch sei. Die künftige Zusammenarbeit mit dem Marktausschuss sei ein weiterer Aspekt. Nodorp plaudert überdies aus seiner langjährigen Praxis: „Schausteller wollen nicht verwaltet werden. Die brauchen einen Ansprechpartner vor Ort.“ Nodorp und Brockmann machten Düsselbach gestern im VAZ-Gespräch Mut. Der Bürgermeister: „Domweih ist eine Riesennummer.“ Nodorp setzte dem Ganzen ein Hütchen drauf: „Marktmeister ist die schönste Aufgabe in der Stadtverwaltung.“

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