Konzept der Beamten funktioniert

Positive Bilanz aus Sicht der Polizei

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Verden -  Die Polizei Verden zieht nach der Domweih Bilanz, und die fällt durchaus positiv aus. Ulrich Winter, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes in Verden, resümierte am Freitag - dem "Tag danach" - das Geschehen auf dem Festgelände.

Im besonderen Fokus liegt bei Volksfesten stets auch die Anzahl der Körperverletzungen, heißt es in dem Polizeibericht. Mit insgesamt elf registrierten Körperverletzungen gab es vier Taten mehr als im Vorjahr. "Das ist keine sonderlich hohe Zahl und liegt im Bereich üblichen jährlichen Schwankungen. Angesichts der Menschenmenge, die sich auf der Domweih bewegte, war es ein friedliches Fest mit guter Stimmung", so Winter, der sich sicher ist, dass das Konzept der Polizei dazu beigetragen hat.

So gab es auch in diesem Jahr wieder im Vorfeld der Domweih Aufenthaltsverbote für Personen, die in der Vergangenheit durch Gewaltdelikte aufgefallen sind. Sie erhielten das pauschale Verbot, sich über den gesamten Zeitraum der Feierlichkeiten auf dem Gelände der Domweih aufzuhalten.

Trotz der insgesamt vier ausgesprochenen Verbote sind zwei Betroffene in diesem Jahr auf dem Festgelände aufgetaucht. Beamte der Polizei Verden bemerkten die Männer und nahmen sie sofort in Gewahrsam. Sie werden Kostenrechnungen für den Einsatz erhalten, sagt ein Polizeisprecher.

Ein junger Mann, der in der Nacht zu Mittwoch in einer Gaststätte am Johanniswall in eine Schlägerei verwickelt war, wurde zusätzlich noch kurzfristig aufgenommen in die Gruppe derer, die die Domweih nicht mehr betreten durften. Der alkoholisierte Mann hatte sich in der Bar mit einem Kontrahenten geschlagen, daher war er vom Personal aus der Gaststätte verwiesen worden. Vor der Bar hatte der Täter erneut zugeschlagen, als er auf das vorherige verletzte Opfer getroffen war. Ein Security-Mitarbeiter hatte den Angriff beendet und die Polizei alarmiert.

Die Domweihstreifen der Polizei waren auch in diesem Jahr traditionell in der Nicolaischule an der Zollstraße stationiert. Sechs Taschendiebstähle wurden bei ihnen angezeigt. Die Täter nutzten nach ersten Ermittlungen der Beamten das Gedränge zwischen den Buden und griffen in die Taschen der Geschädigten. Zum Teil war es aber auch die Sorglosigkeit, die dazu führte, dass Handys oder Geldbörsen aus den Taschen oder gar aus abgestellten Rucksäcken verschwanden.

Lediglich vier hilflose Personen registrierte die Polizei, meist spielte der Alkohol allein oder in Kombination mit der Wärme eine Rolle. Das Zurückführen von kurzfristig vermissten Kindern gehörte ebenfalls zu den üblichen Aufgaben der Polizisten. Insgesamt sechsmal kam dies in diesem Jahr vor. In jedem dieser Fälle fanden Kinder und Eltern wieder zusammen.

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