Henry Stummer: "Bei uns geht keiner leer aus"

Beliebte Klassiker abseits der Karussells

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"Bei uns geht ohnehin keiner leer aus. Es bekommt jeder einen kleinen Preis", versprechen Georgina und Henry Stummer.

Verden - Ist Fliegen wirklich schöner? Gleichgültig um welchen Jahrmarkt es sich dreht, Top-Favoriten unter den Nervenkitzlern eines jeden Volksfestes sind die das Adrenalin treibende Karussells. Dabei haben auch die Klassiker wie Losbude, Pferderennen, Entenangeln, Dosenwerfen & Co ihren Reiz und erfreuen sich immer noch großer Beliebtheit.

Diese traditionellen Branchen bieten zwar keinen "Kick", punkten dafür aber mit Nostalgie und Atmosphäre. "Solche Spiele gab es schon immer und es wird sie auch in Zukunft geben", meinen Georgina und Henry Stummer (Beine KG), die auf dem Wall unter der Bezeichnung „Las Vegas“ die nach ihrer Angabe größte Ballwurfbude Norddeutschlands betreiben. Früher waren Valeska und Kalli Beine, Onkel und Tante der 23jährigen Schaustellerin, mit dem mobilen Geschäft unterwegs, dass das junge Ehepaar 2013 von den Verwandten übernommen hat. Die Aufmachung ist unter ihrer Regie ein wenig aktueller, das Sortiment an Gewinnen breiter, das Spielprinzip aber unverändert geblieben. "Für uns ist es wichtig, dass das Angebot so beliebt ist wie eh und je", sagt das Paar und freut sich über den kleinen Tobias der gerade ein schönes Spielzeug gewonnen hat. Paul hat einen besonders großen Fang gemacht. Er hat mit drei Würfen sämtliche neun Dosen abgeräumt und sich damit die freie Auswahl gesichert. „Ich möchte diese Plüschfigur“, sagt der Neunjährige und weist zielstrebig auf einen Minion. "Bei uns geht ohnehin keiner leer aus. Es bekommt jeder einen kleinen Preis", verspricht Henry Stummer.

Die jungen Schausteller sind es gewöhnt, auf der Verdener Domweih "unter Beschuss" zu stehen. Denn der Wurfstand gehört hier dazu und seit Generationen knien die Kinder auf der Theke des Wagens, zielen auf die Blechbüchsen und haben dabei ihren Traumgewinn fest im Blick. „Es werfen aber auch viele Erwachsene und sogar Senioren. „Ich habe schon über 90jährige erlebt, die sich beim Dosenwerfen an die Jahrmärkte ihrer Kindheit erinnerten“, erzählt Georgina Stummer. Dosenwerfen, Entenangeln & Co, so ihre Zukunftsprognose, seien sicher nicht totzukriegen. „Das Gekreische, vor allem in den größeren Gruppen ist immer groß, wenn es einer schafft, das Ziel leer zu räumen. Das wird vielleicht noch in 50 Jahren so sein.“

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