Schul- und Sportausschuss: Anbau mit 6 000 Quadratmetern Fläche

Domgymnasium wird größer

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Das Domgymnasium bekommt acht neue Klassenräume und angemessenen Platz für die historische Bibliothek.

Verden – Das Domgymnasium wird größer. Das hat der Schul- und Sportausschuss am Mittwoch im Kreishaus entschieden. Mit einer Gegenstimme (AfD) und einer Enthaltung (CDU) beschlossen die Mitglieder des Kreistags, die sogenannte „Ziegenhofvariante“ auf den Weg zu bringen und das Gymnasium um einen rund 6 000 Quadratmeter großen Anbau zu erweitern.

Dadurch entsteht Platz für acht neue Klassenräume und die historische Bibliothek in einer ihrer Bedeutung angemessenen Form. Insgesamt soll ein dreistöckiger und barrierefreier Anbau, fünf Meter von der Südseite des Altgebäudes entfernt, errichtet werden. Durch den Neubau sollen weitere Gebäudeteile des Domgymnasiums mit einem Fahrstuhl angebunden und damit ebenfalls barrierefrei werden.

Durch die Umsetzung der Brandschutzmaßnahmen waren seit 2015 sechs Klassenräume weggefallen. Das alleine löse jedoch nicht den Bedarf an neuen Räumen aus. Hinzu komme zusätzlich, dass durch die Rückkehr von G8 auf G9, also sechs statt fünf Jahre Mittelstufe, mehr als 200 Schüler zusätzlich an dem Domgymnasium zu erwarten seien. Es sei mit den Schülerhöchstständen des vergangenen Jahrzehnts zu rechnen.

„Der Anbau ist notwendig und ich bin froh, dass wir diesen Weg gefunden haben“, betont Landrat Peter Bohlmann und ergänzt: „Es ist schon beachtlich, wie viele Räume hier auf dem engen Gelände untergebracht werden und der neue Entwurf trotzdem so gut ins Gesamtbild passt.“

Darüber hinaus muss der Bauplan laut Gesetz auf 25 Schüler je einen extra Lehrerparkplatz beinhalten. Außerdem sei auf fünf bis zehn über 18-Jährige noch ein zusätzlicher Schülerparkplatz anzubieten. Somit besteht ein Bedarf von 14 neuen Parkmöglichkeiten, die auf dem Schulgelände angrenzend an der Grünen Straße entstehen.

Kritik für das Bauvorhaben kam aus der AfD und aus der CDU. Die Bibliothek würde zwar ihre Funktion erfüllen, jedoch werde sie dem wertvollen Bestand nicht gerecht, sagte Christina Hartmann (CDU) und enthielt sich.

Der Entwurf war Grund für den AfD-Politiker Frank Müller, das Vorhaben gar abzulehnen: „Danke für die Planung, aber so würde ich da nicht gerne reingehen und lesen.“ Unter anderem seien zu kleine Räume Grund für seine Ablehnung.

Grünen Politiker Erich von Hofe stimmte dem Bauvorhaben grundlegend zu: „Ich halte den Anbau für ein gutes Vorhaben, aber wir sollten die Möglichkeit nutzen und bei dem Anbau auf nachhaltige Ressourcen setzen“. Von Hofe ergänzt: „Wir sollten da auch über Solarenergie reden.“

Von Bjarne Kommnick

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