Domgymnasium ist Unesco-Projekt-Schule / Anerkennungsfeier im Dom

Gemeinsam mit Südafrika

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Mediengruppe Kreiszeitung

Verden - Nach sechs Jahren Vorbereitungszeit ist das Domgymnasium jetzt als anerkannte Unesco-Projekt-Schule in das weltumspannende Schul- und Bildungsnetzwerk aufgenommen worden. Am Sonnabend wurde dieses bedeutende Ereignis im festlichen Rahmen im Dom mit vielen, auch internationalen Gästen, gebührend gefeiert.

Als Höhepunkt übergab Claudia Brigitte Wilhelm, Bundeskoordinatorin der Unesco-Projekt-Schulen in Berlin, die Anerkennungsurkunde aus Paris an den Schulleiter Detlev Lehmann, Koordinator Karl-Georg Beckmann und die Schülervertreterin Paulina Hempel.

Eröffnet wurde die Feierstunde von der Sinfonia Piccola und dem Orchester mit der Sinfonie h-Moll „Unvollendete“ von Franz Schubert. Anschließend begrüßten einige Schülerinnen und Schüler des Domgymnasiums die Gäste in mehreren Sprachen. Schulleiter Detlev Lehmann würdigte die intensive Arbeit der Lehrkräfte, die es ermögliche, dass das Domgymnasium nach nur sechs Jahren in den Kreis der Unesco-Projekt-Schulen aufgenommen wurde. Sein besonderer Dank galt Koordinator Karl-Georg Beckmann. „Die Unesco ist sein Kind“, so Lehmann.

Das Domgymnasium habe sich im Rahmen seines Unesco-Engagements bewusst dafür entschieden, sich nicht einem bestehenden Projekt anzuschließen, sondern sei einen eigenen Weg gegangen. „Wir brauchen Zeit, um über unsere Ideen in der Schule zu diskutieren, wir brauchen auch Schwierigkeiten und Probleme, nur dann ist es unser Projekt“, so Lehmann.

Über den Kirchenkreis habe man mit der Bhekabantu Secondary School in Pomeroy, Südafrika, eine Partnerschule gefunden. „Wir wollen diese Partnerschaft entwickeln, die Kulturen kennen lernen und im persönlichen Austausch voneinander lernen“, sagte Lehmann. Bereits jetzt sei deutlich geworden, dass es nicht nur auf materielle Hilfe ankomme. Die Schüler in Südafrika sollen vor allem die Chance haben, sich auf die Arbeit und das Leben in modernen Städten vorzubereiten. Südafrika solle der Schwerpunkt der Unesco-Arbeit des Domgymnasiums werden.

Die stellvertretende Landrätin Jutta Sodys überbrachte die Grüße von Rat und Verwaltung der Stadt Verden sowie des Kreistags und der Kreisverwaltung. Der Landkreis habe viel in die Gebäude der Gymnasien investiert. „Das ist gut angelegtes Geld, denn eine gute schulische Ausbildung ist die beste Investition in die Zukunft der jungen Menschen, gute und umfassende Bildung ist der Schlüssel zur Schaffung individueller Lebenschancen“, so Sodys. Projektschulen seien eingebunden, die zentralen Ziele, wie interkulturelles und globales Lernen direkt mit den Schülern weiterzuentwickeln und ein besseres Verständnis aufzubauen, sich mit Umweltbildung, Welterbepflege und Demokratieerziehung auseinanderzusetzen. Dies habe das Domgymnasium in den vergangenen Jahren in der täglichen Arbeit umgesetzt.

Beispiele dazu gab es im Programmpunkt „Schau hin – unsere Schule“. Amai Brandes stellte ihren Siegerbeitrag des diesjährigen Literaturwettbewerbs zum Thema „Heimat“ vor, die Theater-AG zeigte Szenen aus „Freitag der 13“ und es gab einen Film zum Thema „Flüchtlinge“.

Grußworte gab es auch von Pastor Lueder Möring, Schulleiter Armord Mntungwa der Bhekabantu Secondary School, Mathsepiso Finca von der Südafrikanischen Botschaft Berlin, sowie von Unesco-Landeskoordinator Hans-Jürgen Rickert. „Wir brauchen kein selbstzufriedenes Schulterklopfen, sondern Courage und Aufbruch“, sagte Rickert.

Claudia Brigitte Wilhelm überreichte schließlich die Anerkennungsurkunde an Schulleiter Detlev Lehmann und Schülersprecherin Paulina Hempel. Wichtig sei es, immer wieder aufeinander zuzugehen und neue Ideen zu entwickeln. „Jetzt beginnt erst die Arbeit“, mahnte Wilhelm. Passend zum Anlass ging die Feier mit Beethovens „Ode an die Freude“ zu Ende.

ahk

Sommerfest des Domgymnasiums

Domgymnasium ist UNESCO-Projekt-Schule

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