Kurzfristig für Dom eingesprungen / Veranstalter setzen mit der „Night of Light“ ein Zeichen

Domgymnasium ganz in Rot

Auch von oben ein Blickfang: Das in rotes Licht getauchte Domgymnasium.   
Foto: Marian Rohlfing
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Auch von oben ein Blickfang: Das in rotes Licht getauchte Domgymnasium. Foto: Marian Rohlfing

Verden – Auch Verden beteiligte sich an der bundesweiten „Night of Light“. Die Stadthalle, das Domgymnasium sowie das Gemeinde- und Begegnungszentrum St. Nikolai leuchteten am Montag von 22 bis 1 Uhr in tiefem Rot. Mit dieser Aktion wollen rund 4 000 Veranstaltungstechniker in ganz Deutschland auf ihre prekäre Situation in Corona-Zeiten aufmerksam machen. Das rote Signal ist als Aufforderung an die Politik zu verstehen, endlich zu handeln und praktikable Hilfe anzubieten.

Aus Solidarität mit den Veranstaltungstechnikern hielten Stadthallenleiterin Silvia Voige, Mitarbeiterin Andrea Päffgen und Aufsichtsratsmitglied Ingo Neumann „Nachtwache“ vor der rot angestrahlten Stadthalle, dem zentralen Veranstaltungsort in Verden. Hingucker war aber ohne Zweifel das Domgymnasium. 80 Scheinwerfer tauchten die historische Fassade in rotes Licht – ein faszinierender Anblick und zugleich ein deutlich sichtbares Signal.

Die erste Wahl der Veranstaltungstechniker war aber eigentlich der Dom. Rot angestrahlt wäre das mächtige Bauwerk weithin sichtbar gewesen. Der Kirchenvorstand entschied sich jedoch kurzfristig gegen die Teilnahme an der Aktion. Der Dank der Initiatoren gilt daher dem Domgymnasium für die rasche Bereitschaft einzuspringen. „Wir wurden hier sehr spontan empfangen. Um 16 Uhr fand das Gespräch mit den Verantwortlichen statt und um 18 Uhr sind wir bereits angefangen aufzubauen“, erzählt Daniel Brettschneider vom Team Selfmade aus Armsen. Das Domgymnasium sei durch seine Backsteinfassade ebenfalls eine schöne Location, die sich gut in Szene setzen lasse, wenn natürlich auch nicht so weit sichtbar wie der Dom. Obwohl die Aktion am Domgymnasium vorher nicht bekannt war, herrschte dennoch reger Betrieb. „Ich schätze, dass insgesamt circa 100 Leute gekommen sind. Viele haben auch interessiert nachgefragt“, berichtet Brettschneider.

Der Veranstaltungstechniker und seine Kollegen sind zuversichtlich, dass die Aktion etwas bringt. „Weltweit werden über 8 600 Gebäude angestrahlt, wir hoffen dass das zum Nachdenken anregt. Von der „Night of Light“ gibt es aus Essen einen Livestream mit den wichtigsten Vertretern der Branche, der an die Politiker gerichtet ist. Die Veranstaltung zieht also schon weite Kreise “, so Brettschneider.

Der offizielle Song zur „Night of Light“ stammt übrigens von dem Achimer Musikproduzenten Andrew Robbixen. „Light up the Dark“ wurde innerhalb eines Tages bereits über 10 000 Mal aufgerufen. ahk

Ein Hingucker: Die historische Fassade des Domgymnasiums erstrahlt in Rot.
Aus Solidarität: Stadthallenleiterin Silvia Voige, Aufsichtsratsmitglied Ingo Neumann und Mitarbeiterin Andrea Päffgen (v.l.) halten „Nachtwache“ vor der rot angestrahlten Stadthalle. Fotos: ahk

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