Früherer Stadtdirektor zählt zu den passionierten Frühschwimmern / Anbaden

Dirk Richter ist immer dabei

Zum Anbaden im Verwell zählt seit Jahren auch ein Gläschen Sekt oder Orangensaft. - Foto: Niemann

Verden - Die kleine Mara und ihr großer Bruder Ben konnten vom Planschen nicht genug bekommen. Erst als ihre Zähne aufeinander klapperten, gelang es ihrer Mama, Britta Neuber, das anderthalbjährige Mädchen und den zehnjährigen Jungen zu einer Pause zu bewegen. Die Geschwister waren die mit Abstand jüngsten Badegäste, die sich anlässlich des Saisonstarts in die Verdener Freibadsaison im Kreis von Frühschwimmern im Außenbereich des Verdener Freibades tummelten.

Ganz so schlimm wie 2015 war es nicht. Aber das Sommergefühl der vergangenen Tage wollte sich zum Start in die Freibadesaison 2016 im Freizeitbad Verwell nicht so recht einstellen: Trotzdem wagten sich am Sonnabendvormittag rund 50 Wasserfreunde hinein in die Schwimmbecken im Außenbereich.

Bei zehn Grad Lufttemperatur und Wassertemperaturen um die 24 Grad war das aber doch eher was für Liebhaber, deren Mut mit einem Glas Sekt oder O-Saft belohnt wurde, den die Stadtwerke als Betreiber des Verwell spendiert hatten. „Spaß macht es trotzdem, gesund ist es auch und es hält frisch“, sagte Udo Lönnecker, der bereits seit zwölf Jahren zum harten Kern der Frühschwimmer zählt. Durchschnittlich sechs mal pro Woche steht er morgens gegen 6.45 auf der „Matte“ des Verwell, um gemeinsam mit Gleichgesinnten Bahn um Bahn zu schwimmen. Noch wesentlich länger ist der frühere Verdener Stadtdirektor Dirk Richter bei den Frühschwimmern dabei. „Ich glaube, ich mache das seit 1986“, so Richter, der auch die gesundheitlichen Aspekte des Tuns unterstreicht. „Und seine Ehefrau?“ Nein, die sei leider nicht dabei, sie kümmere sich derweil ums Frühstück.

Bereits seit März waren die Beschäftigten um Verwell-Betriebsleiter Klaus Jürries und seinen Stellvertreter Arne Lindhorst damit beschäftigt, den Freibadebereich nach langer Winterpause wieder auf Vordermann zu bringen und diverse Renovierungsarbeiten durchzuführen. Danach dauerte es rund drei Tage, das Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken mit 4000 Kubikmeter Wasser zu füllen, und eine weitere Woche, um das Wasser auf die genannte Temperatur zu erwärmen. Natürlich haben die Betreiber auch in diesem Sommer wieder diverse Aktionen geplant. Flutlichtbaden oder Schools-Out-Party in Kooperation mit KSK und AOK für Teenager im Alter von 10 bis 17 Jahren zum Ferienstart am Mittwoch, 22. Juni, sind nur zwei Beispiele der geplanten Aktivitäten.

Der Freibadebereich im Verwell ist montags bis freitags, von 6.30 bis 20 Uhr, und am Wochenende, von 8 bis 19 Uhr, geöffnet und bei schönem Wetter ist eine Verlängerung der Öffnungszeiten im Außenbereich außerdem möglich. Die Tageskarte für Kinder und Jugendliche kostet 3,50 Euro, Erwachsene zahlen sechs Euro. Das Verwell bietet seinen Badegästen außerdem eine Familienkarte zum Preis von drei und 5,50 Euro, verschiedene Tarifzonen sowie eine 20-Stunden-Karte an, die zum Preis von 30 beziehungsweise 60 Euro zu haben ist. Vom 4. Juni bis 22. Juni ist der Hallenbereich im Verwell wegen Überprüfungsarbeiten geschlossen, während der Außen- und Saunabereich ohne Einschränkungen zu nutzen ist. Am 4. Juni, am Domweihsonnabend, ist das Verwell komplett geschlossen. - nie

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