Die Schulen im Landkreis Verden planen ihre Entlassungsfeiern im zweiten Corona-Jahr

Diesmal wird es festlicher

Eine große Menge Schüler, Lehrkräfte und offizielle Vertreter blicken noch oben in die Kamera. im Vordergrund sind Transparente zu sehhen, die auf das Abitur 2021 hinweisen. .
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Im März 2017 erhielt die IGS Oyten die Zulassung der Landesschulbehörde für die Oberstufe. Jetzt verlässt der erste Jahrgang die Schule.

Landkreis – Für die Integrierte Gesamtschule in Oyten endet in wenigen Tagen ein ganz besonderes Jahr. Schulleiterin Maria Schmidt wird diesmal dem ersten Abitur-Jahrgang die Zeugnisse überreichen. Das ist nicht nur für die Schüler, sondern auch für die Einrichtung ein echter Anlass zum Feiern. Auch die anderen Mittel- und Oberstufen im Kreisgebiet können diesen Tag, mit dem für so viele Schüler ein neuer Lebensabschnitt beginnt, festlicher gestalten als im vergangenen Jahr.

Das Infektionsgeschehen und die jüngste Corona-Verordnung aus Hannover lassen so viel mehr zu, als im ersten Jahr der Pandemie.

Die IGS feiert auf dem Schulhof

Auf dem Schulgelände, so berichtet Maria Schmidt, soll dieser Abschied von der Penne gefeiert werden. Festlich und mit Eltern und Dezernenten von der Schulbehörde. Erst ab August 2018 hatte die IGS eine Oberstufe, und die hat in diesem Sommer den ersten Jahrgang bis zum Abitur geführt.

Im vergangenen Jahr, so erinnert sich Schmidt an die Entlassungsfeiern, konnte sie die Abschlusszeugnisse für die Zehntklässler und Schüler, die ihre Schule mit der Fachhochschulreife verlassen wollten, nur klassenweise überreichen.

In diesem zweiten Corona-Jahr aber lassen die Reglementierungen aus Hannover Schulfeiern mit bis zu 500 Teilnehmern zu, wie die für Schulen zuständige Abteilungsleiterin im Kreishaus, Gesa Goetjes, berichtete.

Jeder darf höchstens zwei Personen zur Feier mitbringen

Die neuen Möglichkeiten begeistern auch Regina Berndt. „Es lohnt sich in diesem Jahr wirklich“, freut sie sich auf die Feier des Verdener Domgymnasiums am 3. Juli. Wie in der Vor-Corona-Ära wird der Festakt mit Musik, Reden und Zeugnisausgabe im Dom stattfinden. „Wir haben alles streng organisiert“, berichtete die Oberstufenkoordinatorin. Trotz Lockerungen dürfe jeder Schüler nur zwei Personen mitbringen, und die würden mit fester Sitzordnung in den Bänken der Kathedrale verteilt. „Das wird anders als vergangenes Jahr“, ist Berndt zufrieden. Damals war es glücklicherweise nur ein Mini-Jahrgang mit 40 Schülern und deswegen auch leichter coronakonform zu organisieren.

500 sitzende Teilnehmer erlaubt

Ganz ohne Hygiene-Regeln können die Schulen allerdings nicht planen. So gilt die Obergrenze von 500 Teilnehmern nur, wenn sie sitzen. Daran werden sich die Besucher im Dom ebenso halten müssen, wie die Eltern des Abi-Jahrgangs am Gymnasium am Wall am 1. Juli in der Stadthalle oder bei den Feiern von Gamma und Cato in Achim und in den BBS Verden.

Sekt-Empfang im Sitzen

Etwas lockerer soll es in einem zweiten Teil der Feierlichkeiten auf dem Schulhof des Domgymnasiums zugehen. Auf der Open-Air-Bühne sei Musik geplant und anders als sonst dürfe auch mal ein Glas Sekt oder Bier getrunken werden, verriet Regina Berndt. Der sonst so beliebten Abi-Ball ist nicht geplant. Aber auch der Empfang auf dem Schulgelände kommt nicht ohne Corona-Regeln aus. Die genehmigungsfreie Obergrenze von 500 Teilnehmern gilt unter freien Himmel ebenso wie im Dom nur, wenn die Teilnehmer im Sitzen am Sektglas nippen.

Für den Abschied vom Abschlussjahrgang des Verdener Campus hatte sich Schulleiter Christian Piechot gleich Anfang Juni Hoffnungen gemacht, als mit der neuen Corona-Verordnung und dem moderaten Infektionsgeschehen die Schüler wieder in die Einrichtungen zurückkehren konnten. Vor einem Jahr hatte er seinen Schülern zwar die Zeugnisse in der Aller-Weser-Halle überreichen können, aber die Eltern und viele Lehrkräfte durften nicht dabei sein. Mehr als 250 Teilnehmer ließen die Pandemie-Regeln damals nicht zu.

Abschlusszeugnisse werden Klassenweise überreicht

Auch die Gudewill-Schule in Thedinghausen hat ihren Festakt komplett durchgeplant. Im Stundentakt entlässt Schulleiter Marcus Dell die Schüler der neunten und der drei zehnten Klassen in den neuen Lebensabschnitt. Immer nur zwei Personen dürfen die Absolventen in die Aula mitbringen. „Beim Betreten der Aula muss jede teilnehmende Person sich namentlich registrieren lassen und bekommt anschließend einen festen Sitzplatz zugewiesen“, schreibt der Schulleiter. Und wer will, kann sich vor dem Festakt vorsichtshalber testen lassen. Das DRK rückt an und bietet auf dem Pausenhof Schnelltests an.

Von Ronald Klee

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