Corona wirft viele Fragen auf

Die Reiselust nimmt wieder Fahrt auf – viele zieht es in den Süden

Noch ist die Pandemie in den Reisebüros spürbar. Frauke Hammer ist aber mit den zahlen in diesem Herbst schon mal zufrieden.
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Noch ist die Pandemie in den Reisebüros spürbar. Frauke Hammer ist aber mit den zahlen in diesem Herbst schon mal zufrieden.

Verden – Herbstferien: eine Zeit zum Erholen, Verschnaufen und Verreisen. Viele nutzen die Ferientage für einen Urlaub. Die Reisebüros berichten von einem Trend. Das Urlaubsverhalten der Verdener bewegt sich wieder in Richtung Vorcoronazeit. Der Tenor der angefragten Reisevermittler lautet, dass viele Urlauber sich wärmere Länder wie Spanien oder Griechenland ausgesucht haben.

Ein Großteil der Kunden habe einen großen Aufklärungsbedarf bezüglich der Coronamaßnahmen.

„Die Menschen haben wieder Lust, weit wegzufahren“, berichtet Frauke Hammer, Inhaberin des Reisebüros „Die Urlauberin“. Europa sei ein beliebtes Reiseziel, den Mittelmeerraum sowie die Kanaren nennt sie explizit.

Doch auch der Urlaub in Deutschland ist weiterhin im Trend. Dieser werde von vielen immer noch vorgezogen, weil man so gewissen Einschränkungen und Unsicherheiten im Hinblick auf die Coronaverordnungen aus dem Weg gehen könne, sagt Birgit Lange vom TUI Reisecenter in Verden. Wer innerhalb Deutschlands die eigenen vier Wände mal austauscht, der reise laut Hammer vor allem an die Küste. Sowohl die Nord- und die Ostsee seien begehrt als auch die Mecklenburgische Seenplatte.

Schlechtes Wetter lockt Reisende aus Verden in die Ferne

Anders hat das Ingrid Kruse vom Reisebüro Dr. Tigges in Verden beobachtet, bei ihr seien Reisen in deutschen Urlaubsgebieten eher weniger gefragt. Den Grund dafür sieht sie beim schlechten Wetter, die Leute wollen lieber dahin, wo es warm ist. „Viele sind geimpft und können von daher auch einfacher Urlaub im Ausland machen“, schildert die Reisefachfrau.

Aufgrund der Unsicherheit durch verschiedene Coronaverordnungen und den Umgang damit hätten viele Kunden Fragen, die sie den Zuständigen der Reisebüros stellen würden. Grundsätzlich spiele die Pandemie eine große Rolle bei den Gesprächen. Eine halbe Stunde pro Beratungsgespräch müsse man mittlerweile mehr einplanen, so Kruse, um die Menschen ausreichend über entsprechende Verordnungen und Regeln aufzuklären, schildert sie.

Ziele in Deutschland sind die achteckige Kirche Ludorf an der Mecklenburgischen Seenplatte.

Die Buchungen seien wieder angestiegen im Vergleich zur letzten Herbstsaison, berichtet Lange, laut Hammer hätten diese bei ihrem Reisebüro sogar schon annähernd das Niveau der Zeit vor Corona erreicht. „Ich bin zufrieden mit dem Buchungsaufkommen“, so Frauke Hammer.

Auffällig sei auch, dass viele Kunden ihre Urlaube im Zuge der Corona-Pandemie sehr kurzfristig buchen würden, oft nur wenige Wochen im Voraus. „Man geht auf Nummer sicher, beobachtet, wie sich die Lage im jeweiligen Reisegebiet so entwickelt. Und kurz vorher wird der Urlaub dann gebucht, wenn eine gewisse Sicherheit vorhanden ist“, berichtet Hammer.

Das Wichtigste aus dem Landkreis Verden: Immer samstags um 7:30 Uhr in Ihr Mail-Postfach – jetzt kostenlos anmelden.

Hochrisikogebiete würden aber vornehmlich gemieden werden. Da nach einem Aufenthalt in diesen Ländern eine Quarantänepflicht besteht, seien Reisen in solche Gebiete eher unattraktiv.

Von David Böse

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