Deutsches Pferdemuseum schreibt rote Zahlen / Aber: Immer mehr Besucher

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Der Vorstand des Deutschen Pferdemuseums (v.l.) mit Dieter Medow, Wilhelm Weerda, Dr. Anne Elisabeth Baumgart, Rainer Kiel, Regina Tryta (Vertretung für Peter Bohlmann), Gisela Fürle und Dörte Lübkemann.

Verden - Von Jürgen Honebein. Die finanzielle Situation des Deutschen Pferdemuseums bleibt angespannt. Darauf wies Vorstandsvorsitzender Rainer Kiel in seinem Jahresbericht auf der Mitgliederversammlung in der Bibliothek des Museums hin.

Trotz intensiver Sparmaßnahmen konnten keine schwarzen Zahlen geschrieben werden, so dass erneut auf Rücklagen zurückgegriffen werden musste. „Diese sind so gut wie aufgebraucht, so dass wir alles daran setzen müssen, noch mehr zu sparen und weitere Einnahmequellen zu erschließen“, forderte Kiel.

Seit Jahresbeginn ist die Aufgabenverteilung beim Pferdemuseum neu gegliedert. Für die fachwissenschaftliche Leitung und für die Sonderausstellungen ist Gisela Fürle zuständig. Die Leitung der Verwaltung, Finanzen und Personal liegt in den Händen von Ina Maieli.

Das Deutsche Pferdemuseum verfügt zur Zeit über 359 Mitglieder. Schatzmeisterin Dörte Lübkemann gab einen ausführlichen Kassenbericht. Die Einrichtung wird vom Landkreis Verden zu 55 Prozent und von der Stadt Verden zu 45 Prozent gefördert. Weitere Zuschüsse erhält das Museum von den Reitvereinen und Zuchtverbänden.

Aufgrund der gestiegenen Personal-, Energie- und Versicherungskosten haben Landkreis und Stadt Verden eine Erhöhung der Fördermittel um 4,5 Prozent beschlossen. Die Kassenführung ergab, dass die Arbeit des Vorstandes in der zurückliegenden Periode einwandfrei und übersichtlich war, so dass die vom Verdener Ex-Bürgermeister Wolfgang Krippendorff beantragte Entlastung einstimmig erfolgte.

In ihrem wie immer sehr ausführlichen und mit vielen interessanten Punkten gespickten Jahresbericht wies Gisela Fürle unter anderem darauf hin, dass es im Jahre 2014 vier erfolgreiche Sonderausstellungen gegeben hat, darunter eine vom Pferd unabhängige Ausstellung unter dem Titel „GDT Europäischer Naturfotograf des Jahres 2014“. Diese hat dafür gesorgt, dass die Besucherzahlen in den ansonsten stets schwachen Wintermonaten Dezember bis Februar stark gestiegen sind.

Die beiden Fotoausstellungen „Der besondere Blick – Pferde von Yann Arthus-Bertrand“ und „Weltmeisterliche Turnierschnappschüsse“ wurden besonders gut angenommen. Die Vorträge von Nicole Künzel „Motivation mal anders – Reitpferde vielseitig ausbilden“ und von Brigitte Lenz „Das Pferd als Spiegel des Reiters“ waren praktisch ausverkauft.

2014 gab es 21 Eigenveranstaltungen, 38 museumspädagogische Termine und elf Fremdveranstaltungen inklusive Trauungen. Beim Internationalen Dressur- und Springfestival und bei der Verdiana präsentierte sich das Museum mit einem umfangreichen Programm. Die Besucherzahlen stiegen 2014 um insgesamt 18 Prozent, was positiv zu vermerken sei.

In diesem Jahr wird es unter anderem eine Sonderausstellung unter dem Titel „50 Jahre Verein Deutsches Pferdemuseum“ geben. Die Ausstellung wird am 4. August eröffnet und ist bis zum November zu sehen. Am 4. August beginnt auf dem Rennbahngelände das weltweit bekannte Internationale Dressur- und Springfestival mit der WM der Jungen Dressurpferde.

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