Der Weg ins Impfzentrum

Das Impfzentrum am Kreishaus vor dem Startschuss. Jetzt sollen sich die Türen öffnen.
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Das Impfzentrum am Kreishaus vor dem Startschuss. Jetzt sollen sich die Türen öffnen.

Comirnaty heißt der Impfstoff, der die Normalität von Zeiten vor Corona zurückbringen soll. Die Ungeduld wächst nach den Entbehrungen im Krisenjahr, und jetzt sind die ersten 1 000 Ampullen mit dem kostbaren Stoff dann doch unterwegs.

Verden – Die Prognosen aus dem Kreishaus hatten einen Impfstart eher ab Mitte Januar erwarten lassen. Aber während in den Medien die Spritzen schon in zahllose Oberarme gerammt werden, blieb es im Verdener Impfzentrum bei erwartungsvoller Stille. Unterdessen laufen im Kreishaus nebenan schon wieder die Telefone heiß. Die meistgestellte Frage, wann es losgeht, hat Landrat Peter Bohlmann kurzfristig beantwortet: Ab heute könnte es losgehen, wenn die Kühlfahrzeuge eintreffen.

Landkreis-Sprecher Ulf Neumann hat Verständnis dafür, dafür, dass viele Leute jetzt auch wissen wollen, wie sie zu ihrer Impfung kommen. „Es macht keinen Sinn, sich im Kreishaus für eine Impfung anzumelden“, betont der Sprecher. Das Land werde öffentlich über den Beginn informieren und zur Termin-Anmeldung einladen. Persönliche Einladungen würden aber nicht verschickt. Nach dem Start könne man sich über die Landes-Hotline 0800/9988665 zur Impfung anmelden und alle weiteren Fragen stellen. Außerdem soll das über eine Online-Plattform möglich werden. So sehe es die Planung des Landes vor.

Zumindest die Organisation und die Impfreihenfolge stehen bereits fest. Das haben das Land, die Ständige Impfkommission (STIKO) und das Robert-Koch-Institut vorgegeben. „Zur Zeit wird eine Liste der Seniorenheime aufgestellt und die Reihenfolge festgelegt, nach der ihre Bewohner geimpft werden“, verrät Neumann die laufenden Vorbereitungen. Die Pflegeeinrichtungen stehen ganz ober auf der Prioritäten-Liste.

In der ersten Impfphase werden mobile Impfteams die Altenpflegeheime und Einrichtungen für behinderte Menschen aufsuchen. Wenn darüber hinaus schon genügend Impfdosen angekommen sind, legen auch die Teams im stationären Impfzentrum am Kreishaus los. In einer dritten Phase, wohl aber nicht vor dem Sommer, sollen auch die niedergelassenen Hausarztpraxen mit Impfungen beginnen.

Als erstes sind Personen im Alter ab 80 Jahren, Personal mit besonders hohem Expositionsrisiko in medizinischen Einrichtungen wie Rettungsdienst und Notärzte an der Reihe, aber auch andere Berufsgruppen, die in engen Kontakt mit besonders gefährdeten Gruppen kommen. Laut Empfehlung geht es um Kontakte zu stark immungeschwächten Menschen wie Krebspatienten oder nach einer Transplantation.

Mit allen ab einem Alter von 75 Jahren soll es weitergehen. auch Demente und geistig Behinderte sowie Menschen mit dem Down-Syndrom sind in dieser Gruppe zusammengefasst. Ebenso natürlich alle, die mit dieser Gruppe in Kontakt kommen. Dann folgen die Altersstufen in Fünferschritten, bis nach den Über-60-Jährigen alle anderen dran sind.

Wer zu welcher Gruppe gehört, wird bei der Anmeldung geklärt. Egal, ob telefonisch oder online gehen die Impfwilligen einen Fragebogen durch, der die Zuordnung ergibt. Das Impfzentrum kann jeder selber wählen. Wenn es das am Kreishaus sein soll, hat es die Verdener Adresse Lindhooper Straße 67a (Parkfläche vor dem Haupteingang der Kreisverwaltung). Die Bestätigung kommt mit dem Termin und einem QR-Code per E-Mail oder mit der Post. Kurz vor der Impfspritze soll dann noch eine Erinnerung per SMS, E-Mail oder Post kommen, um im Zentrum Wartezeiten zu vermeiden.

Und dann wartet die Injektionsnadel, wenn man pünktlich ist und QR-Code und Pass vorlegen kann. Ärzte und anderes geschultes Personal erwarten die Impfwilligen und messen ersteinmal die Körpertemperatur. Ihnen wird zudem ein Informationsblatt zur Impfung sowie ein Frage- und Dokumentationsbogen zum Ausfüllen ausgehändigt. Er ist die Grundlage für das Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt über die Impftauglichkeit und offene Fragen.

In einem weiteren Raum kommt der Stoff aus den BioNTech-Labors dann endlich zum Einsatz. 20 Minuten zur Nachbeobachtung im Wartebereich sind dann die letzte Station des Aktes. Da soll nur noch sichergestellt werden, dass nicht allergische Reaktionen oder andere Impfkomplikationen auftreten.

Alle Informationen

zur Covid-19-Impfung sind auch auf der Internetseite des Landkreises zu finden:

www.landkreis-verden.de/coronaimpfung.

Von Ronald Klee

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