Feuerwehr im Landkreis Verden

Dennis Körte neuer Kreisbrandmeister

Führen künftig die Kreisfeuerwehr: Kreisbrandmeister Dennis Körte (M.) mit den Stellvertretern Ulf Carstens (l.) und Mario Rosebrock.
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Führen künftig die Kreisfeuerwehr: Kreisbrandmeister Dennis Körte (M.) mit den Stellvertretern Ulf Carstens (l.) und Mario Rosebrock.

Früher als gedacht vollzog sich bei der Kreisfeuerwehr ein Generationswechsel. Dennis Körte wurde bei der Dienstversammlung in der Oberschule Verdener Campus zum neuen Kreisbrandmeister (KBM) gewählt.

Verden – Dennis Körte tritt als Kreisbrandmeister die Nachfolge von Hans-Hermann Fehling an, dessen 30-jährige Amtszeit am 28. Februar kommenden Jahres endet (wir berichteten).Ulf Carstens (Kirchlinteln) wurde mit ebenfalls großer Mehrheit zum Nachfolger von Körte zum stellvertretenden KBM gewählt.

Erst vor gut einem halben Jahr waren Körte und Mario Rosebrock aus Verden-Walle zu stellvertretenden Kreisbrandmeistern gewählt worden. Damals war noch davon die Rede gewesen, dass Fehling bis zum regulären Renteneintritt zum 1. Oktober 2023 amtieren würde. Mitte September überraschte Fehling dann mit der Mitteilung, dass er nicht wieder als KBM kandidieren werde. „Für mich hatte sich die Möglichkeit einer Altersteilzeit mit der zum 1. Oktober 2022 beginnenden Freistellungsphase ergeben, die ich gerne wahrnehme“, so Fehling.

Kreisfeuerwehr Verden: Gute Gespräche bei Regelung der Nachfolge

„Aber was viel wichtiger ist, bereits bei der Vorstellung der Kandidaten zur Wahl zum stellvertretenden KBM hatte Dennis Körte signalisiert, auch als Kandidat für das Amt des KBM zur Verfügung zu stehen“, erläuterte Fehling. In einem Gespräch mit den beiden Stellvertretern sowie Ulf Carstens sei noch einmal sondiert worden, dass Körte für das Amt des KBM kandidiere und Carstens als stellvertretender KBM zur Verfügung stehe. „Im Landkreis sind wir noch in der glücklichen Lage, dass sich Führungskräfte bereit erklären, Verantwortung für die Kreisfeuerwehr zu übernehmen“.

Landrat Bohlmann: Der Abschied schmerzt. Es ist aber tröstlich, dass dieser Übergang gut gemeistert wurde

In seinem Grußwort zeigte sich Landrat Peter Bohlmann erfreut, dass die Dienstversammlung coronagerecht in Präsenz stattfinden könne: „Es ist gut so, dass wir uns nach zwei Jahren in dieser Zusammensetzung treffen können und nicht als verpixelte Videokacheln miteinander kommunizieren müssen“. Zum Ende der Amtszeit von Fehling und seinen beiden schon im Frühjahr ausgeschiedenen Stellvertretern Olaf Dykau und Peter Schmidt bemerkte Bohlmann: „Der Abschied schmerzt. Es ist aber tröstlich, dass dieser Übergang gut gemeistert wurde und ihr an die nächste Generation gedacht habt.“

Coronakrise und deren Auswirkungen

Bohlmann äußerte sich kurz auch zur Coronakrise und deren Auswirkungen auf den Katastrophenschutz. Man habe gelernt, dass Vorsorge unverzichtbar sei. Es gehe aber auch in Zukunft zwingend um die Beachtung der und dem Respekt vor den Zuständigkeiten. Bund, Länder und Gemeinden hätten ihre Zuständigkeiten, die nicht vermischt werden dürften. Bewusst sei Kommunen und der Feuerwehr aber auch, dass das „Übungsszenario“ wichtig sei. „Uns ist bekannt, wie wichtig Erfahrung, Wissen, Einfluss und vor allem Innovationskraft in der unteren und auf der oberen Ebene sind.“

Landkreis Verden: Kontinuierlicher Anstieg der aktiven Kräfte in der Feuerwehr

Erfreut zeigten sich der Landrat und der KBM über den kontinuierlichen Anstieg der aktiven Kräfte von 2422 in 2016 auf 2545 in 2020, davon aktuell 346 Frauen – 2017 waren es 320. Dazu kämen noch die Mitglieder in den Altersabteilungen mit ihrem großen Erfahrungsschatz und etwa 600 Kinder und Jugendliche. Der Dienstbetrieb und die Ausbildung seien wegen Corona eingestellt worden, auch die geplante Novellierung des Brandschutzgesetzes sei deshalb nicht vorangekommen.

Die wohl wichtigste Investition in die Zukunft seien der Ausbau der FTZ und die Sirenenausrüstung. Zu den weiteren Anschaffungen zählten ein Mehrzweckboot, ein Gerätewagen-Gefahrgut und ein Küchenanhänger sowie eine Drohne.

„Es gibt viel für die neuen Amtsinhaber zu tun, aber ich habe da keine Bedenken, sie werden es schaffen“, so Fehling.  

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