Für die Kandidaten Gumnior und Ciftci zieht die Liste nicht / 76,59 Prozent Wahlbeteiligung im Wahlkreis Veren-Osterholz

Den Einzug amtlich verpasst

Die Kandidatin sitzt an einem Tisch und blickt in die Kamera.
+
Für Grünen-Kandidatin Lena Gumnior reichte es am Ende nicht.

Verden – Nun ist es amtlich, vorläufig natürlich, wie auch das Endergebnis der Wahl am Sonntag. Bundeswahlleiter Dr. Georg Thiel hat es gestern am frühen Morgen um 6 Uhr bekannt gegeben. Demnach haben im Wahlkreis 34 Osterholz/Verden 76,6 Prozent der 197 490 Wahlberechtigten ihre Kreuzchen gemacht, vor vier Jahren lag die Beteiligung bei 78,03 Prozent.

Auch den Einzug von Andreas Mattfeldt (CDU) und Dr. Gero Hocker in den 20. Deutschen Bundestag bestätigt das amtliche Ergebnis. Für die Wahl hatte der CDU-Bewerber sich nicht auf die Landesliste verlassen können. Er musste alles auf eine Karte setzen und den Wahlkreis ein weiteres Mal gewinnen. Gelungen ist ihm das nach Angaben des Bundeswahleiters mit 33,7 Prozent der Stimmen. Sein Widersacher, Michael Harjes (SPD), musste sich mit 32,5 Prozent der Stimmen geschlagen geben.

Für den liberalen Bewerber Gero Hocker war der Urnengang mit seinem Platz sechs auf der Landesliste eine ziemlich sichere Bank. Mit dem hohen Ergebnis von 11,5 Prozent der Zweitstimmen zog die Landesliste der FDP bis Platz acht.

Die Linken Landesliste zieht nur bis Platz 3

Wie sich mit einem schwachen Wahlergebnis solche Absicherungen in Luft auflösen können, musste der Bewerber der Linken, Mizgin Ciftci, erleben. Der 29-Jährige aus Osterholz-Scharmbek hatte mit seinem Platz vier auf der Landesliste eigentlich auch ganz gute Chancen auf einen Sitz im neuen Bundestag. Dann verlor die Linke 4,3 Prozent der Stimmen im Vergleich zu 2017 und konnte mit Ach und Krach noch über die Fünf-Prozent-Hürde klettern. Für den Gewerkschaftssekretär Ciftci wurde das zum Verhängnis, die Liste zog nur bis Platz drei.

Und auch Grünen-Kandidatin Lena Gumnior erhielt kein Mandat über die Landesliste. Ganz so knapp war es für die Grünen-Kandidatin nicht. Ihr Platz 17 verschaffte Lena Gumnior trotz des Rekordergebnisses von 14,8 Prozent der Zweitstimmen von Bündnis 90/Die Grünen nicht den erhofften Sitz im Reichstagsgebäude. Die niedersächsische Landesliste zog nach Angaben des Bundeswahlleiters nur bis Platz 13.

Wahlergebnis ist ähnlich, aber vieldeutlicher

Im Wahlkreis 34 wiederholt sich weitgehend das bundesweite Wahlergebnis, es fällt nur ein gutes Stück deutlicher aus. Bei den Zweitstimmenanteilen liegt die SPD mit deutlichem Vorsprung in Verden und Osterholz-Scharmbek bei 32, 9 Prozent vorn. Im Vergleich zur Bundestagswahl vor vier Jahren verzeichnete die SPD einen Zuwachs von 6,5 Prozent-Punkten.

Verlust von 10,8 Prozent-Punkten für CDU

Ganz anders schnitten die Christdemokraten im Wahlkreis ab. Die CDU musste seit dem Urnengang 2017 einen Verlust von 10,8 Prozent-Punkten hinnehmen. Dem entsprechend schrumpfte ihr Stimmenanteil auf 24,1 Prozent.

Dritte Kraft in Osterholz und Verden wurden die Grünen mit einem beachtlichen Stimmenanteil von 16,1 Prozent. Ihr hohes Ergebnis konnten sie gegenüber der vorangegangenen Bundestagswahl um 6,8 Punkte verbessern.

Mit einem Plus von 1,5 Punkten erzielte die FDP bei den Zweitstimmen 10,4 Prozent. Die Liberalen zählen zu den drei größeren Parteien, die Zugewinne verzeichnen konnten. Die Linke und die AfD verloren Stimmen. Mit einem Minus von 3,8 Punkten halbierten die Linken ihr Ergebnis auf 3,5 Prozent. Die Rechtspopulisten verloren 2,1 Punkte und erhielten 7,5 Prozent der Stimmen.

Sonstige bekommen 5,4 Prozent

Insgesamt erhielten die 15 als „Sonstige“ aufgelisteten Parteien laut Bundeswahlleitung einen Anteil von 5,4 Prozent. Hier wechselten sich Zugewinne, die etwa die Freien Wähler (1492 Stimmen), die Basis (1660 Stimmen) oder die Tierschutzpartei (1986 Stimmen) verzeichnen konnten, mit Verlusten ab, die ebenfalls im Promillebereich lagen. Mit ihrem Direktkandidaten Dominic Paetz kommen weder die Freien Wähler in den Bundestag, noch Anton Körner für Die Basis.

Von Ronald Klee

Mizgin Ciftci, Linke, verpasste knapp den Einzug über die Liste.
Berge von Wahlzetteln wollten am Sonntagabend ausgewertet werden. Um 6 Uhr am Morgen gab der Bundeswahlleiter das vorläufige Ergebnis bekannt.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Sauberhafte Zeiten: Vorwerk-Aktionssets mit gratis Extra sichern

Sauberhafte Zeiten: Vorwerk-Aktionssets mit gratis Extra sichern

Was Hobbyköche über die Schwarzwurzel wissen sollten

Was Hobbyköche über die Schwarzwurzel wissen sollten

Bin ich gegen Corona immun? Jetzt mit dem Corona-Antikörper-Selbsttest herausfinden

Bin ich gegen Corona immun? Jetzt mit dem Corona-Antikörper-Selbsttest herausfinden

Meistgelesene Artikel

Comeback der Kirmes: Organisator rechnet mit 10.000 Besuchern

Comeback der Kirmes: Organisator rechnet mit 10.000 Besuchern

Comeback der Kirmes: Organisator rechnet mit 10.000 Besuchern
Ernüchternder Sachstandsbericht: Seesanierung noch Jahre entfernt

Ernüchternder Sachstandsbericht: Seesanierung noch Jahre entfernt

Ernüchternder Sachstandsbericht: Seesanierung noch Jahre entfernt
Balge-Mord: Angeklagte zu Haftstrafen verurteilt – Mord nicht nachgewiesen

Balge-Mord: Angeklagte zu Haftstrafen verurteilt – Mord nicht nachgewiesen

Balge-Mord: Angeklagte zu Haftstrafen verurteilt – Mord nicht nachgewiesen
Corona-Lage in Verden: Kaum gelockert, schon gestiegen

Corona-Lage in Verden: Kaum gelockert, schon gestiegen

Corona-Lage in Verden: Kaum gelockert, schon gestiegen

Kommentare