1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Verden
  4. Verden

Dauelsen und Eissel: Zwei Ortschaften unter einem Dach

Erstellt:

Kommentare

Enthüllung eines Gedenksteins in Dauelsen..
Vertreter des Ortsrats Dauelsen-Eissel, des Heimatvereins Eissel, des Stadtrats und Verdens Alt-Bürgermeister Wolfgang Krippendorff (2.v.r.) begehen die Feierlichkeiten mit einem Blick auf die Vergangenheit. Die gepflanzte Winterlinde steht für das gemeinsame Wachsen der beiden Ortschaften. © D. Böse

Zwei Ortschaften, Dauelsen und Eissel, rückten vor 50 Jahren (noch) enger zusammen. Das wurde mit einem bunten Fest gefeiert....und einen Gedenkstein gibt es auch....

Dauelsen-Eissel – Zwei Ortschaften, eine Veranstaltung, weil sich beide Orte eng verbunden fühlen. Auch Dauelsen und Eissel feierten die Gebietsreform. Die Vereine aus den Orten hatten zum 50-jährigen Jubiläum ein vielfältiges und großes Programm auf die Beine gestellt, das an verschiedenen Standorten besucht werden konnte. Ein Gedenkstein soll an die Gebietsreform erinnern.

Viele Kinder erfreuten sich an den zahlreichen Attraktionen. Auf dem Gelände der Ortsfeuerwehr Dauelsen präsentierte ein Mitglied der Jugendfeuerwehr den Besuchern einen Brand in einer Wohnung – natürlich nur als Simulation mit Playmobilfiguren in einem Miniaturgebäude. Draußen durften die kleinen Besucher dafür live in den Feuerwehrautos Probesitzen.

Die verschiedenen Sportabteilungen des TSV Dauelsen boten auf dem Vereinsgelände diverse sportliche Aktivitäten an, beispielsweise konnten beim Turnverein Fitnessübungen gemacht werden und der Handballverein hatte einen mobilen Kletterturm organisiert, der von Rangern aus dem Kletterpark Verden beaufsichtigt wurde. „Die Leute haben heute gute Laune mitgebracht“, freute sich eine Aufsichtsperson aus dem Turnverein. Auch im Alten Schulhaus tummelten sich Gäste, informierten sich in einer Ausstellung über die Entwicklung der vergangenen 50 Jahre.

Spannend und eine Herausforderung: die Kletterwand in Dauelsen.
Spannend und eine Herausforderung: die Kletterwand in Dauelsen. © D. Böse

Im Dorfgemeinschaftshaus Eissel konnten Besucher etwas über die 900-jährige Geschichte Eissels erfahren. Auch die FFW Eissel, die Ortsfeuerwehr Eissel, die Treckerfreunde, das Verdener Tierheim, der Halsetalverein und die Johanniter Unfallhilfe beteiligten sich mit eigenen Angeboten an dem Fest.

Ein Highlight der Feierlichkeiten war die Enthüllung des Gedenksteines in der Dauelser Marsch. Der Stein soll an die Gebietsreform und das Jubiläum erinnern. „Herr Krippendorff hat heute den weiten Weg aus Hannover auf sich genommen, um als Zeitzeuge seine Sicht auf dieses Ereignis zu schildern, bevor wir den Gedenkstein enthüllen“, freute sich Dauelsens Ortsbürgermeisterin Sabine Patzer-Janßen über den Besuch des Verdener Altbürgermeisters.

Der Standort des Gedenksteins ist mit Bedacht gewählt. „Hier in der Dauelser Marsch haben sie alles im Blick. Den Verdener Dom, da hinten ist Dauelsen, und auf der anderen Seite liegt Eissel“, erklärte Patzer-Janßen dem Publikum.

„Vor 50 Jahren war die Dorfgemeinschaft der Inhalt des Lebens. In einem kleinen Dorf, aber in einer großen Gemeinschaft fand alles statt“, erinnerte sich Wolfgang Krippendorff. Verdens Altbürgermeister erwähnt auch die Flüchtlingswelle nach dem Zweiten Weltkrieg: „Das stellte die Menschen vor eine große Herausforderung. Es gab auch Abgrenzungen durch Begriffe wie ,Einheimischer’ und ,Flüchtling’. Doch vor 50 Jahren wurde das weitestgehend überwunden und die Geflüchteten waren in die Gemeinschaft integriert“, so Krippendorff. Für die Zukunft wünsche er sich, dass die Dorfgemeinschaften weiterhin gepflegt werden und beglückwünschte Dauelsen-Eissel mit einem „herzlichen Glück auf“ zum Jubiläum.

Viel Interesse an der Geschichte: Im Alten Schulhaus in Dauelsen gibt’s eine Ausstellung zur Gebietsreform.
Viel Interesse an der Geschichte: Im Alten Schulhaus in Dauelsen gibt’s eine Ausstellung zur Gebietsreform. © D. Böse

Grußworte sprach auch Wolf Hertz-Kleptow, Verdens stellvertretender Bürgermeister. Er hob im Zuge der Gebietsreform besonders die erfolgreiche Arbeit der Ortsräte hervor. Günter Palm und Ehler Krippendorff schilderten die Historie des Zusammenschlusses von Dauelsen und Eissel. „Letztendlich brachte die Gebietsreform großen Nutznießen für uns. Beispielhaft ist insbesondere der Ausbau der Grundschulen“, so Patzer-Janßen. Dauelsen und Eissel profitieren auch heute von der Gemeinschaft und dem Miteinander. „Mit der Zeit sind die beiden Ortschaften zusammengewachsen. Dauelsen und Eisseler gehen zu einer Grundschule, wodurch die Kontakte entstehen, und das schon seit mehreren Generationen“, sagt die Ortsbürgermeisterin.

Gerd Meyer, Vorsitzender des Heimatvereins Eissel, war es dann vorbehalten, den Gedenkstein, gefunden auf dem Grund des Weserbetts, zu enthüllen.  db

Auch interessant

Kommentare