Grün kommt noch oben drauf / Deutlich günstiger

Wetterhäuschen am ZOB Verden: Das Warten hat ein Ende

Eins von drei neuen Buswartehäuschen auf dem ZOB in Verden.
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Gut behütet in einem Wetterhäuschen können die Fahrgäste am ZOB künftig auf die Ankunft ihres Busses warten.

Verden – Es darf regnen, stürmen oder schneien, wer am ZOB in Verden wartet, kann ab sofort damit rechnen, gut behütet und trockenen Fußes in den Bus zu steigen. Die Wartehäuschen auf der Mittelinsel sind angekommen. Doch ganz abgeschlossen ist das Projekt noch nicht.

Buswartehäuschen auf dem ZOB. Freie Sicht nach allen Seiten

Knapp zwei Wochen hat die zuständige Firma gebraucht, um die Häuschen aufzubauen. Der heftige Wintereinbruch mit den unerwartet hohen Minusgraden drohte, den Terminplan durcheinander zu bringen. „Zunächst mussten die Fundamente gegossen werden. Das war nur bei frostfreiem Wetter möglich“, so Stephanie Weber vom Fachbereich Straßen- und Stadtgrün. Waren die Fundamente gegossen, brauchte der Beton Zeit, um durchzuhärten. Danach ging es dann relativ zügig. Stahlgerüst und Scheiben waren schnell auf- und eingebaut. Die Glasflächen sind, auch damit sie nicht zur Falle für Vögel werden, durch Streifenbänder markiert, allerdings so, dass die Wartenden dennoch freie Sicht nach allen Seiten haben.

Der Gehweg am Parkplatz wird neu verlegt.

Wer in einem der drei Häuschen – das mittlere davon etwas größer, neun mal zwei Meter geschnitten, die beiden anderen sechs mal 1,50 Meter – auf seinen Bus wartet, kann es sich auf den jeweiligen Holzbänken bequem machen. S-förmig angeordnet, ist ein getrennter Aufenthalt zu beiden Seiten möglich. Sind alle Plätze belegt, bleibt dennoch Raum, sich unterzustellen.

Drei Häuschen mit S-förmiger Sitzanordnung

Eigentlich hätten die Häuschen längst stehen sollen. Eine erste Ausschreibung blieb allerdings ergebnislos. Der Stadtrat wollte, angesichts von Klimawandel und CO2-Belastung, auf den Häuschen statt Blech oder Glas sattes Grün wachsen lassen. Doch keine Firma wollte die Häuser komplett mit Begrünung bauen. Also schickte der Fachbereich Straßen und Stadtgrün die Ausschreibung ein zweites Mal raus, ohne den Zusatz „mit Bepflanzung“, dafür gab es aber erfolgreiche Rückmeldungen.

Das Tüpfelchen auf dem Dach fehlt - soll aber noch kommen

Die Häuschen stehen, doch das Tüpfelchen auf dem Dach fehlt. „Das Grün ist aber nicht vom Tisch“, signalisierte Weber gestern. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben und so plant die Stadt, in einem neuerlichen Anlauf, die Beete auf das Dach zu setzen. Die technischen Voraussetzungen dafür wurden beim Aufbau der Häuschen bereits geschaffen. Die Dächer, so heißt es, seien dicht. Nun braucht es nur noch einen Gärtner, der das Beet anlegt.

Die Häuschen gab’s, wenn auch ohne Grün, für 45. 000 statt für 75.000 Euro

Die Ausschreibung für das Projekt mit der gesamten Gestaltung der Mittelinsel inklusive Bänke und Beleuchtung hatte ursprünglich ein finanzielles Volumen von 150. 000 Euro. Davon entfielen auf die Häuschen insgesamt 75 .000 Euro. Nun wird’s, so die ersten Berechnungen, deutlich billiger. Die Häuschen gab’s, wenn auch ohne Grün, für 45. 000 Euro. Beetbau und Bepflanzung des Trios, so vermutet Stephanie Weber, werde kostenmäßig bei circa 6 .000 Euro liegen.

Verdener Stadtrat wollte ursprünglich ein wehendes Dach aus Glas

So sah die ZOB-Anlage beim Verdener Bahnhof noch vor circa vier Jahren, im Sommer 2017, aus. Der Platz wurde komplett umgestaltet.

Mit dem Aufbau der Wartehäuschen schließt sich ein Kapitel, das ursprünglich dem Bahnhofgelände ein ganz anderes Gesicht geben sollte. Ein sogenanntes wehendes Dach schwebte vor circa fünf Jahren den Vertretern im Verdener Stadtrat vor. Eine überdimensionale geschwungene Glasfläche, gestützt von mehreren Stahlträgern, sollte die gesamte Mittelinsel überspannen und als Symbol eines hochmodernen Bahnhofes gelten. Die Kosten dafür liefen allerdings aus dem Ruder, lagen zuletzt bei circa einer Million Euro. Ein Preis, der den Verantwortlichen deutlich zu hoch ausfiel. Der Stadtrat zog die Reißleine und packte die Idee in die Schublade. Da dürfte sie angesichts zunehmend angespannter Haushaltslage auch wohl bleiben. Ein Hintertürchen gibt’s indes noch: Die Fundamente für das wehende Dach liegen bereits unter dem Pflaster des ZOB-Platzes.

Am Holzmarkt in Verden wird weiter gebaut

Auch in den kommenden Wochen wird rund um den Holzmarkt weiterhin im Straßenraum gearbeitet. Neu gestaltet und verlegt wird zunächst der Gehweg an der Stirnseite des Park+Ride Parkplatzes vom Holzmarkt bis zum ZOB. Liegt der Weg, folgt ab dem 22. März die Sanierung an der Ecke Bahnhofstraße/Holzmarkt. Im Kurvenbereich wird das Straßenpflaster gegen eine Asphaltdecke ausgetauscht und die Ampel kommt weg (wir berichteten). Dazu muss die Straße vollgesperrt werden. Die Busse sowie der Lieferverkehr fahren in der Phase über die Windmühlenstraße zum Bahnhof und in Gegenrichtung über die Georgstraße. Die Arbeiten am Holzmarkt werden voraussichtlich bis Mitte April dauern.

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