Reiserückkehrer und Infektionen in Firmen

Inzidenz über 35: Mit Virus im Gepäck zurück nach Verden

Reiserückkehrer gehen mit Koffern in Richtung Testzentrum.
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Einige, die jetzt von ihrer Urlaubsreise zurückkehren, haben das Coronavirus im Gepäck.

Verden – Das Infektionsgeschehen nimmt wieder Fahrt auf. Mit einer Inzidenzzahl, die das Robert-Koch-Institut Donnerstag mit 36,5 angab, wurde im Kreisgebiet wieder der Schwellenwert 35 überschritten. Damit drohen Hygieneregeln und Beschränkungen zurückzukehren, die überwunden schienen. Bis es so weit ist, muss sich die Lage allerdings erst noch bestätigen.

Und zumindest Donnerstag war der Eingang von neuen bestätigten Corona-Fällen im Gesundheitsamt noch ermutigend gering. Eine einfache Erklärung für die Zunahme an Infektionen hat Amtsärztin Jutta Dreyer indes nicht: „Wir haben eine gemischte Infektionslage.“

Nur noch die Delta-Variante im Kreis Verden

Eigentlich ist es nur noch die hochansteckende Delta-Variante des Coronavirus, die sich ausbreitet. Im Landkreis bestimmen zwei Faktoren das Geschehen. „Einen größeren Anteil an den infizierten Personen haben derzeit Reiserückkehrer“, erklärt Dreyer. Abgesehen von diesen importierten Ansteckungen seien in zwei Betrieben im Nord- und im Südkreis Fälle aufgetreten, berichtet sie. Und bei der Rückverfolgung der Ansteckungswege und der Betreuung der Fälle habe sich gezeigt, dass auch die Familien bereits infiziert seien.

Neue Corona-Allgemeinverfügung Anfang der Woche

Bevor der Landkreis mit einer neuen Allgemeinverfügung Klarheit über die neue Lage und die damit einhergehenden Einschränkungen schaffen kann, hat die aktuell gültige Corona-Verordnung drei Werktage festgelegt, in denen sich zeigen muss, ob diese Entwicklung auch stabil ist. Vor dem Wochenbeginn ist deshalb nicht mit einer Verfügung zu rechnen.

Dass jetzt in den Sommerferien infizierte Einwohner des Landkreises von ihren Urlaubsreisen zurückkehren werden, hat die Amtsärztin erwartet. Auch für den Rest der Ferienzeit erwarten die Fachleute im Gesundheitsamt weitere dieser Corona-Importe vom Urlaubsort. Was die neuen Fälle in den Unternehmen betrifft, arbeiten die Mitarbeiter von Jutta Dreyer an Konzepten, die die Beschäftigten von einander fernhalten und so weitere Infektionen in den Betrieben eindämmen können.

Das Wichtigste aus dem Landkreis Verden: Immer samstags um 7:30 Uhr in Ihr Mail-Postfach – jetzt kostenlos anmelden.

Meist hätten die Firmen nämlich bereits gute Hygienekonzepte. Aber dennoch sei das Virus dort übertragen worden. „Wir waren da vor Ort und haben genau geguckt, wo im Betrieb und bei welchen Gelegenheiten die Übertragung passiert sein könnte.“

Laufwege organisieren gegen Corona-Übertragungen

Am wahrscheinlichsten seien Gelegenheiten in den Pausen oder bei An- und Abfahrten. Da würden Abstände schnell mal unterschritten oder manchmal nicht zu vermeiden. „Das ist meist das Nadelöhr“, sagt Dreyer. Zusätzlich zu diesen Ortsbegehungen, bei denen man Laufwege organisieren kann, setze die Behörde auch Scouts in den Unternehmen ein, die im laufenden Betrieb auf Schwachstellen mit Ansteckungsgefahr achten.

Ein Unsicherheitsfaktor bleibe aber, dass Kollegen häufig auch privat befreundet und deshalb Übertragungen bei Begegnungen außerhalb der Firma nicht unwahrscheinlich sind.

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