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Stadtradeln startet in Verden: „Das tut der Seele gut“

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Von: Christel Niemann

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Viele Menschen und ein Hund blicken in die Kamera.
Die Stadtradelstars Ina Kupke, Antje Engel, Holger Hermann, Angelika Revermann, Lisa Pischke und Bürgermeister Lutz Brockmann. © Niemann

Radeln für den Klimaschutz: 21 Tage lang wollen aktive Bürger aus Verden nun schon zum dritten Mal in die Pedale treten und so etwas für sich und die Umwelt tun. Am Ende werden die gefahrenen Kilometer addiert und die Kohlendioxid-Einsparung errechnet. Den besten Teams und Einzelfahrern winken Preise. Vom 1. bis zum 21. Mai können alle, die in Verden leben, arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule besuchen, bei der Kampagne „Stadtradeln“ des Klima-Bündnisses mitmachen und dabei so viele Radkilometer wie möglich sammeln. Schon jetzt sind 86 Teams mit rund 800 Radlern dabei.

Verden –Das Fahrrad als alltagstaugliches Verkehrsmittel: Am Sonnabendvormittag haben die städtischen Mitarbeiterinnen Angelika Revermann und Lisa Pischke sowie Bürgermeister Lutz Brockmann an einem Infostand auf dem Rathausplatz die Werbetrommel für das Stadtradeln gerührt. Bei dem Klima-Wettbewerb geht es um den Spaß am Fahrradfahren und darum, viele Menschen dazu zu bewegen, so oft wie möglich auf das Fahrrad umzusteigen und dadurch einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Parallel dazu wurde das Förderprogramm „Lastenfahrrad“ vorgestellt. Dabei fördert die Stadt Verden seit Januar 2021 für die Dauer von vier Jahren die Anschaffung von Lastenfahrrädern mit maximal 1250 Euro. „Wir wollen motivieren, so viele Wege wie möglich mit dem Fahrrad zurückzulegen“, so Brockmann, der auch auf den gesundheitsfördernderen Aspekt des Radfahrens verwies. „Es tut schließlich auch gut, etwas gegen den Corona-Speck zu tun.“

Die „Stars“ verzichten komplett aufs Auto

Dass das Fahrrad für die vielen kurzen Wege des Alltags häufig das sinnvollste Verkehrsmittel ist, davon zeigten sich auch die Stadtradelstars Antje Engel, Ina Kupke und Pastor Holger Hermann überzeugt. Die „Stars“ verzichten für die gesamte Dauer der Klima-Kampagne sogar komplett aufs Auto. Für die Genannten keine allzu große Herausforderung, da sie die meisten Kilometer bereits gewohnheitsmäßig mit dem Drahtesel zurücklegen. Ina Kupke etwa ist in den vergangenen zwölf Monaten rund 1750 Kilometer mit ihrem Lastenfahrrad mit Elektromotor gefahren, dass sie mithilfe der städtischen Förderung erworben hat. Ihre bevorzugte „Last“: die dreijährigen Drillinge Svea, Linnea und Finja und der vierjährige Joona, die sie mit dem Lastenfahrrad in die Kita und wieder nach Hause chauffiert. „Das Lastenfahrrad wird außerdem für Einkaufsfahrten und für Ausflüge genutzt“, so Kupke

Es gibt vier Stadtradeln-Rätsel-Rallyes

. Viele Wege legt auch Holger Hermann, Pastor der St.-Nikolai-Gemeinde und Berufsschulpastor an den BBS Verden, mit seinem E- Lastenrad zurück. Zumeist mit von der radelnden Partie: Golden Retriever Benji, der selbstbewusst über die Kante des Gefährts blickt. „Die Tochter nutzt das Auto, während für mich mittlerweile das Lastenrad die erste Wahl ist. Ich möchte es nicht mehr missen und es ist unglaublich, wie viel man damit transportieren kann.“ Gut verstaut, tauge es sogar für den Großeinkauf und gute Laune mache das Radeln außerdem. „Kaum einer startet so fröhlich in den Arbeitsalltag wie ich. Das Radfahren tut der Seele gut“, findet Hermann.

Als tolle Aktion der Stadt lobt Ratsfrau Antje Engel das Klima-Projekt, an dem sie sich schon zum zweiten Mal als Stadtradelstar beteiligt. Auch wenn das Augenmerk der Aktion insbesondere auf Kilometern liegt, die sonst mit dem Auto zurückgelegt werden, ist es traditionell so, dass viele Teilnehmer auch mit einer Fahrradtour ins Rennen gehen oder sich auf eine von vier stätischen Stadtradeln-Rätsel-Rallyes begeben, die die Tourist Information ausgearbeitet hat.

Wer Lust hat, mitzuradeln, lässt sich unter https://www.stadtradeln.de/verden registrieren und gründet eigenes Team oder tritt einem bereits bestehenden bei. Danach hat man die Möglichkeit, die geradelten Kilometer in einem Nutzer-Account einzutragen oder in der Stadtradel-App tracken zu lassen, damit die Kilometer automatisch dem Team gutgeschrieben werden. Auch können Interessierte analog am Stadtradeln teilnehmen und ihre gefahrenen Kilometer auf einem Zettel notieren und bei der Tourist-Information im Rathaus abgeben.

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