Daniel Rühlemann und Wolfgang Pade haben „Welt-Kräuter-Küche“ herausgegeben

Der Gärtner und der Koch finden sich

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Das Buch von Daniel Rühlemann und Wolfgang Pade.

Verden - Von Volkmar Koy. Wer sich ein bisschen mit Kochkunst und ein bisschen mit der Kräuterwelt auskennt, der lässt seine Stirnfalten bei den Namen Daniel Rühlemann und Wolfgang Pade hochschnellen. Ein Duo, auf den ersten Blick ein wenig verschieden, und auf den zweiten aber auch wieder nicht. Im Gegenteil: Beide verbindet die Leidenschaft für das Kochen mit frischen und exotischen Kräutern. Was jetzt dabei herausgekommen ist, dürfte nicht nur die Hobbyköchin oder den Hobbykoch mit der Zunge schnalzen lassen.

Ein Buch mit dem simplen Titel „Welt-Kräuter-Küche“ haben die beiden Koch- und Kräuter-Künstler veröffentlicht. Der Preis: nur 19,95 Euro, 160 Seiten dick, und in Verden bis zum 1. März 2016 nur in Pades Restaurant erhältlich. Erst danach kann es auch im örtlichen Buchhandel erworben werden. Ob der Freund einer Genussreise durch die heimische und exotische Welt weitgehend unbekannter Kräuter so lange warten möchte, wer weiß?

Denn: Die Lust und der Genuss fangen nach Auffassung Rühlemanns und Pades bereits im Garten beim eigenen Anbau an. Die beiden Männer zeigen mit ihrem gemeinsamen Werk, wie es jedem gelingt, die Kräuter zu erntbaren Pflanzen heranzuziehen und diese dann, gleich „frisch vom Strauch“, in den inspirierenden Gerichten zu verwenden.

Der Weg zu Pade lohnt sich schon allein deshalb, weil er alle Bücher handsigniert und mit persönlicher Widmung vertreibt. Sollte der Run auf die „Welt-Kräuter-Küche“ allerdings so groß werden wie erhofft, könnte der Spitzenkoch in seiner eigenen Küche ein kleines zeitliches Problem bekommen. Mal abwarten.

Die Idee zu diesem Buch war im Sommer entstanden. Den Gedanken dazu habe seine Frau gehabt, erzählt Pade. Mit dem Kräuter-Papst Daniel Rühlemann, beheimatet in Horstedt hinter Sottrum im Landkreis Rotenburg, stimmte sofort die Chemie, kennen sich doch beide seit 23 Jahren. So lange hatte es aber gedauert, bis ein gemeinsames Buch entstand. „Etwas, das sich abhebt von dem normalen Grünzeug“, formuliert es Pade etwas salopp. „Es ist alles locker nachzukochen“, so der ehemalige Sterne-Koch. Er habe Akzente setzen wollen, betont Wolfgang Pade.

Er selbst habe keine Ahnung von asiatischer Küche, gibt der Verdener freimütig zu. Doch ein Teil der verwendeten Kräuter stammen aus diesen Gebieten, jeseits von Thymian und Rosmarin. Was allerdings kein Problem darstellt. Pade hat oft genug bewiesen, dass seine Kreativität am Herd keine Grenzen kennt. Und viele seiner Kundinnen und Kunden seien darauf erpicht, etwas Neues auszuprobieren. Für ihn, so Pade, sei der Gedankenaustausch mit Rühlemann folglich in gewisser Weise eine Art Fortbildung gewesen.

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