„Café Lugenstein UG“ wird keine Allergastronomie betreiben

Die Dachterrasse kommt nicht

Gesucht: ein Betreiber für die Allergastronomie. Foto: wennhold

Verden - Von Erika Wennhold. „Das macht mich ganz traurig, aber es nützt ja nichts.“ Eigentlich hatte Angelika Repinski große Pläne im Allerpark. Schon im vergangenen Jahr wollte sie an der Stelle, wo zuvor von einem Container aus Getränke und Kleinigkeiten zu essen angeboten worden waren, etwas Größeres und Schöneres aufbauen.

Zusammen mit Bürgermeister Lutz Brockmann hatte sie Pläne geschmiedet, beide stellten sie zusammen vor. Und auch als es Verzögerungen wegen einer Baugenehmigung gab, waren beide vor Ort, um der Presse das Prozedere zu erklären. Schnell und unbürokratisch sollte es gehen. Doch es kam ganz anders. Die Stadt hat den Mietvertrag zwischen ihr und Repinski beziehungsweise der „Café Lugenstein UG“ vom 3. Mai 2019 außerordentlich fristlos gekündigt.

Darauf hatte es die Gastronomin zusammen mit ihren Unterstützern letztendlich auch ankommen lassen, denn ihr war bewusst, dass das, was ihr in der Kündigung vorgeworfen wird, zutrifft: Bestandteile des Vertrages sind nicht eingehalten worden.

Letztendlich waren die Erfahrungen des letzten Sommers, als die Betreiber ebenso wie ihr Vorgänger zunächst einen Container mit Getränken und kleinen Snacks aufgestellt hatten, der Grund für die zunächst zögerliche und später ablehnende Haltung gegenüber dem Projekt. „Gleich in den ersten Wochen ist die Zapfanlage gestohlen worden. Es gab acht Einbrüche in drei Monaten und Vandalismus.“ Die Hütte sei beschmiert, Sitzbänke zertreten und Sonnenschirme kaputtgemacht worden. „Ich habe es mit der Angst gekriegt.“

Repinski macht die allgemeine Situation im Allerpark dafür verantwortlich. „Das Umfeld stimmt nicht und es fehlt an ausreichender Beleuchtung nach 22 Uhr.“ Aber sie sei ja auch selbst schuld gewesen, habe Warnungen von Kollegen aus der Gastronomie nicht ernst genommen. Stattdessen sei sie von den Plänen, zwei Container zu verbinden, Außenplätze zu schaffen und eine Dachterrasse bei einer Ganzjahresöffnung anzubieten, überzeugt gewesen. Die Erfahrung nach einem Sommer: „Eine weit über 100 000 Euro teure Anlage muss besser geschützt werden.“

Der Knackpunkt: Offensichtlich konnten sich Stadt und Betreiber der Allergastronomie nicht darüber einigen, wer für was zuständig ist und am Ende die Kosten trägt.

Die Stadt schreibt die Angelegenheit nun neu aus. Laut stellvertretendem Bürgermeister Andreas Schreiber gibt es schon einen Interessenten. „Das hat sich sozusagen überschnitten.“ Die Lage hält er nach wie vor für gut, macht jedoch die Einschränkung, dass die Beleuchtung noch verbessert beziehungsweise verlängert werden müsste, damit es mehr Sicherheit gbt. „Jetzt muss man die Verdener nur noch davon überzeugen, dass es sich lohnt, dorthin zu gehen.“

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