Gesundheitsamt informiert

Coronavirus im Landkreis Verden: „Wir haben einen Plan“

Hat im Moment viel zu tun: Amtsärztin Jutta Dreyer. Foto: Hustedt
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Hat im Moment viel zu tun: Amtsärztin Jutta Dreyer.

Landkreis – „Zur Stunde haben wir keinen nachgewiesenen Corona-Fall im Landkreis“, sagte Freitagmittag Amtsärztin Dr. Jutta Dreyer auf Nachfrage. Die Leiterin des kreisverdener Gesundheitsamtes (GA) und ihr Team befinden sich dennoch in einer Ausnahmesituation.

Denn auch wenn das Robert-Koch-Institut aufgrund des neuartigen Coronavirus die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung aktuell als „gering bis mäßig“ einstuft, schreibt es auf seiner Homepage auch: „Weitere Übertragungen, Infektionsketten, lokale Infektionsgeschehen und Ausbrüche sind in Deutschland möglich.“ Und deshalb ist erhöhte Aufmerksamkeit gefragt. Wie Dreyer bestätigt, gibt es aktuell im Landkreis zwei Fälle, bei denen Familien eine sogenannte „Kontaktreduzierung“ empfohlen wurde. 

Bei einem der Fälle, dieser habe sich in der Gemeinde Dörverden abgespielt, habe das GA bei dem erwachsenen Mann im Haushalt eine „Abklärung“ durchgeführt. Er war aus Italien zurückgekehrt und hatte schwere Erkältungssymptome. „Er war zwar nicht einmal in einem Risikogebiet, aber in Abstimmung mit dem Landesgesundheitsamt in Hannover haben wir entschieden, kein Risiko einzugehen, gerade weil kleine Kinder im Haus leben.“ Das GA habe den beiden Erwachsenen der Familie geraten, sich krankschreiben zu lassen und mit den Kindern zuhause zu bleiben.. Nach drei Tagen stand zum Glück fest: Die Familie ist nicht infiziert. „Ich habe den Test selbst durchgeführt“, so Dreyer. Weitere Details zu diesem oder dem anderen Fall im Landkreis wollte Dreyer zum Schutz der Familien nicht nennen.

Coronavirus in Verden: Gesundheitsamt ist in Ausnahmesituation

Im Gesundheitsamt arbeiteten die Mitarbeiter im Moment auf Hochtouren. „Wir stehen mit allen Akteuren in täglichem Kontakt: zum Beispiel mit den Kliniken, den Notärzten, mit der Kassenärztlichen Vereinigung.“ Zum Glück wüssten alle genau, was zu tun ist. Vergangenes Jahr habe es im Landkreis eine Großübung für eine Influenza-Pandemie gegeben. „Wir haben einen Plan. Den rollen wir jetzt auf.“

Der Bevölkerung rät Dr. Dreyer: „Ruhig bleiben.“ Es mache derzeit keinen Sinn, bei jeder Frage zu Corona im Gesundheitsamt anzurufen. Dort seien die Mitarbeiter im Moment wirklich sehr beschäftigt. Sie verweist auf Internetseiten, auf denen es „tagesaktuelle Topinformationen“ zum Thema gebe. „Dort bekommen Sie wahrscheinlich eine bessere Antwort als bei uns.“  rei

Aktuelle Informationen

zum Thema gibt es auf www.rki.de, www.nlga.niedersachsen.de und www.bzga.de

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