Probenstart: Allerbühne arbeitet am neuen Stück

Coronakonform mit Bühnen-Solo

Ein Kopf schaut durch den geschlossenen roten Samtvorhang.
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Der Theatervorhang spielt eine wesentliche Rolle in dem Stück, in dem Jörg Outzen die komisch-tragische Figur eines Bühnenarbeiters annimmt.
  • Auf dem Spielplan steht „Heute weder Hamlet“ aus der Feder von Rainer Lewandowski
  • Ein-Personen-Stück ist absolut coronakonform
  • Ein-Personen-Stück bisher nicht durchsetzbar

Verden-Hutbergen – Nach einem Jahr Corona-Zwangspause herrscht bei der Aller-Bühne endlich wieder kreativer Betrieb. Im Sommer, so die wegen Corona vorsichtige Prognose, möchte Regisseurin Hiltrud Stampa-Wrigge im Landhaus „Zur Linde“ in Hutbergen ein Stück auf die Bühne bringen. Auf dem Spielplan steht „Heute weder Hamlet“ aus der Feder von Rainer Lewandowski.

Das Stück ist ein Solo für den Schauspieler Jörg Outzen und bietet für Hanne Reimser einen kleinen Auftritt.

Im großen Saal des Gasthauses sind die Lichter wieder an: Nach langer Pause haben Regisseurin Stampa-Wrigge und Jörg Outzen denTheaterbetrieb wieder eröffnet. „Es gibt uns noch, ja, und ,Hurra, wir leben noch’“, umschreibt die Regisseurin und Vereinsvorsitzende die Lage. Den vielen Freunden der Aller Bühne wollen die beiden trotz wahrscheinlich stark eingeschränkter Möglichkeiten im Sommer wieder ein neues Stück bieten.

„Uns ist schon klar, dass es so schnell noch keine Rückkehr in den Normalbetrieb geben wird. Daher haben wir uns auch bewusst für das Ein-Personen-Stück entschieden. Es ist absolut coronakonform, weil es keinerlei Gedränge auf der Bühne gibt.“ Zudem seien diese Voraussetzungen perfekt, um auch in Corona-Zeiten proben zu können, ohne gegen geltende Regeln zu verstoßen.

Vergangenes Jahr nach zwei Aufführungen den Spielbetrieb eingestellt

Stampa-Wrigge erzählt weiter, dass es schon lange ein Wunsch des Darstellers gewesen sei, dieses Stück aufzuführen, das in den Spielzeiten vor der Pandemie im Interesse der aktiven Mitglieder nicht umzusetzen gewesen wäre. „Dann wollen natürlich alle spielen. Deshalb haben wir jetzt aus der Not eine Tugend gemacht und bereits im Spätsommer 2020 zunächst im privaten Umfeld bei mir daheim und bei Spaziergängen mit den Proben für „Heute weder Hamlet“ begonnen.“

Not macht erfinderisch: Hiltrud Stampa-Wrigge inszeniert trotz Corona, ohne gegen Regeln zu verstoßen.

Und nicht zuletzt passe dieses Stück quasi haargenau zur Situation im vergangenen Jahr, als die Aller Bühne im ersten Lockdown nach nur zwei Aufführungen von „Charleys Tante“ den Spielbetrieb einstellen musste. „Heute weder Hamlet“ nimmt diese Situation auf“, meint Outzen, denn gerade als das Licht im Saal ausgegangen sei, betrete eine Theatermitarbeiterin (Hanne Reimler) die Bühne und teile dem Publikum mit, dass die „Hamlet“-Inszenierung wegen Erkrankung des Hauptdarstellers leider ausfallen müsse. Doch dann gehe das Licht wieder an und die Handlung nehme in einer Mischung aus Komödie und Tragödie mit Klatsch, Tratsch und philosophischen Akzenten ihren Lauf.

Schauspieler vermissen Kontakt zum Publikum

Weil das Publikum einen echten Hamlet nicht erwartet habe, sei es sitzen geblieben. So lernt es den Bühnenarbeiter Ingo Sassmann (Jörg Outzen) kennen, der eigentlich nur aufräumen und fegen soll, dann aber die Gelegenheit nutzt, mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen. Also gibt Sassmann Bühnenklatsch zum Besten, der in einer „Hamlet“-Kurzfassung gipfelt und nach und nach gibt er auch noch Details seines privaten Schicksals preis.

Aber proben ohne Garantie, dass die zehn vor den Sommerferien geplanten Aufführungen überhaupt stattfinden können? „Ja“, antworten Stampa-Wrigge und Outzen wie aus einem Munde. Und ebenso einmütig: „Wir möchten mit unserem Publikum in Verbindung bleiben, weil wir den Kontakt natürlich vermissen.“  nie

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