Behindertenbeauftragter Dieter Eggert weist Kritik an der Organisation zurück

City-Lauf soll diesmal noch barrierefreier werden

Ansprechpartner im Rathaus: Der Behindertenbeauftragte Dieter Eggert. - Foto: Klee

Verden - Die Taktik des steten Tropfens ist der Weg, mit dem Dieter Eggert meint, mehr erreichen zu können. Der frisch eingesetzte Verdener Behindertenbeauftragte ist deshalb auch nicht so ganz einverstanden mit der harschen Kritik, die sein Vorgänger Rolf Pieper in einem Leserbrief an der City-Lauf-Organisation und einer Reihe anderer Punkte übt.

Wie Pieper sieht Eggert durchaus, dass noch einiges zu tun ist, damit Menschen trotz ihrer jeweiligen Handicaps an diesen Veranstaltungen genauso ungehindert teilnehmen können, wie alle anderen. Dieter Eggert setzt auf Geduld und Beharrlichkeit: „Man muss die Leute auf die Probleme aufmerksam machen, und auch die Zeit für die Lösung lassen.“ Oftmals seien seine Ansprechpartner noch gar nicht darauf gekommen, dass ein Mensch mit Behinderung hier ein Problem haben könnte.

„Das fällt erst auf, wenn man selbst betroffen ist“, hat Eggert viel Verständnis. Die Sichtweise ändere sich eben, wenn man, wie der Behindertenbeauftragte, auf einen Rollstuhl oder andere Hilfsmittel angewiesen ist. Oft genug aber stößt er mit seinen Anregungen und Anmerkungen aber auch auf offene Ohren. Umso mehr, wenn die Kritik gleich mit dem Hinweis verbunden ist, wie man die Lösung angehen könnte.

Wie Pieper sieht auch Eggert im öffentlichen Personennahverkehr noch einiges verbesserungswürdig. Bei der Bahn etwa stößen gerade Menschen mit Gehbehinderungen schnell an Grenzen, die sie nur mit Schwierigkeiten und größerem Aufwand überwinden können. Der spärliche Busverkehr schränke vor allem die Aktivitäten in den Abendstunden ein.

Die Kritik am City-Lauf weist Eggert allerdings zurück. Und das nicht nur, weil seit dem vergangenen Jahr auch ein Lauf für Rollifahrer vorgesehen ist. Und das Angebot wurde auch angenommen. In diesem Jahr soll die Strecke durch die Stadt noch barrierefreier sein, und die Zahl der Meldungen scheint auch zu steigen.

Auch die Bedenken, die Pieper für die entspannte Teilnahme von Besuchern mit einer Behinderung hat, teilt Eggert nicht. Ein Problem, dass sie ein behindertengerechtes WC aufsuchen können, sieht der Behindertenbeauftragte nicht. „Mittlerweile haben wir in dem Bereich drei Örtlichenkeiten“, sagt er. am Dom, in der Fußgängerzone und am Allerufer. Für die Veranstaltung sei geplant, dass sie auch nicht wie sonst um 19 Uhr schließen, sondern bis 22 Uhr offen sein werden.

Ansonsten seien die Örtchen aber ja auch rund um die Uhr mithilfe des Euroschlüssels erreichbar. Wer mehr darüber wissen möchte, oder ihn benötigt, kann sich an Dieter Eggert wenden. Zu erreichen ist er per Handy 0172/2404321 oder per E-Mail unter dieter.eggert@kabelmail.de.

kle

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