Straßenmusik entschädigt für Kneipennacht

City-Festival: Jazz- und Blues-Feeling mit vier Bands in der Verdener Innenstadt

Die Gassi Gäng des Tanzwerks Bremen begleitete den Auftritt von Heavy Silence pantomimisch.
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Die Gassi Gäng des Tanzwerks Bremen begleitete den Auftritt von Heavy Silence pantomimisch.

Verden – Die Kneipennacht der Verdener Jazz- und Bluestage musste ausfallen. Die Livemusik am Sonnabendvormittag in der Verdener Innenstadt gab es aber wie gewohnt. Vier Bands hatten sich in der Fußgängerzone verteilt. Das Wetter passte und so konnten Verdener und Besucher abwechslungsreiche Musik und einen bunten Stilmix genießen.

Direkt beim Restaurant Portofino spielte die Old Virginny Jazzband mit Trompete, Saxophon, Klarinette, Posaune, Bass und Gitarre gepflegten Jazz der alten Schule. Viele Klassiker waren zu hören, darunter „Summertime“, „That´s my Home“ oder „Indiana“. Nicht nur die Gäste im Außenbereich des Restaurants hörten begeistert zu, auch viele Passanten blieben gern stehen, um der Band eine Weile zuzuhören. Für die Soli gab es immer wieder Szenenapplaus.

An der Ecke zur Nagelschmiedestraße hatte das Duo Nomi & Mac Stellung bezogen. Nomis dunkle, ausdrucksstarke Stimme, begleitet von Mac mit Bluesharp und Slideguitar, prägten den Sound des Duos. Songs von den Rolling Stones wie „Stop breaking down“ oder „Hey Baby, what´s in your Eyes“ kamen genauso gut an wie Klassiker des Folkrocks.

Ausdrucksstarke Stimme und virtuoses Gitarrenspiel sind die Markenzeichen von Nomi & Mac.

Mit Natural Facts erfreute ein weiteres Duo die Verdener auf der Höhe von Tchibo. André Closius und Thomas Rüsken haben sich dem Blues, Boogie und Ragtime verschrieben. Nur mit Gitarre, Mundharmonika und Schlagzeug erweckten sie die Musik der 1930er-Jahre zum Leben, authentisch in der Machart, aber doch mit frischer Energie, sodass die Zuhörer auch hier gern eine Weile stehen blieben.

Richtig ab ging es auf der Bühne vor dem Rathaus mit Heavy Silence. Die Band gab bekannten Rock- und Popklassikern eine ganz eigene Note. Die Außengastronomie des Restaurants La Piazza füllte sich schnell, auch rund um die Bühne versammelten sich die Zuhörer. Die Hits der Ärzte „Junge“ und „Schrei nach Liebe“ waren ebenso zu hören wie „Viva la Vida“ und „Alles nur, weil ich dich liebe“ oder Rio Reisers „König von Deutschland“.

Jazz der alten Schule gab es beim Portofino mit der Old Virginny Jazz Band.

Sänger Linus forderte die in der Nähe performende „Gassi Gäng“ des Tanzwerks Bremen auf, auf die Bühne zu kommen. Zur Freude des Publikums erklommen die lila Gestalten mit katzenhaften Bewegungen die Bühne und begleiteten den Auftritt von Heavy Silence pantomimisch. Beim Finale heizte die Band den Zuhörern noch ordentlich mit Rock´n´Roll ein.

Alles in allem also ein gelungener musikalischer Vormittag und zumindest ein kleiner Trost für die ausgefallene Kneipennacht.

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