Christin Gröning und Sascha Maurischat geben sich in Dauelsen das Jawort

Erste Trauung im Schulhaus

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Standesbeamtin Andrea Riemer (l.) traute Sascha Maurischat und Christin Gröning als erstes Paar im alten Schulhaus in Dauelsen.

Verden-Dauelsen - Die erste Ehe wurde im alten Schulhaus Dauelsen am Sonnabend geschlossen. Christin Gröning und Sascha Maurischat gaben sich in der Diele des Fachwerkhauses das Jawort. Nachdem der Verein „Altes Schulhaus Dauelsen“ das annähernd 200 Jahre alte Gebäude umfangreich saniert hat, war das Haus im Januar als Trauzimmer gewidmet worden.

„Ich stamme aus Dauelsen“, erklärte der Bräutigam. Er lebt mit seiner Ehefrau in der Ortschaft und weil später im Dauelser Gasthaus „Eichenkrug Früchtnicht“ gefeiert wurde, bot sich das alte Schulhaus für das junge Paar an. Da sie „nur“ standesamtlich getraut wurden, wollten viele Gäste der Zeremonie beiwohnen. In der geräumigen Diele war das problemlos möglich. „Es ist trotz der Größe sehr gemütlich. Zudem persönlich und liebevoll eingerichtet“, meinte Standesbeamtin Andrea Riemer.

Frauen aus dem Verein hatten Tische und die Stühle der Brautleute liebevoll dekoriert und servierten nach der Trauung ein Glas Sekt. Um Gastronomen keine Konkurrenz zu machen, ist es nicht erlaubt, in dem Haus die komplette Feier auszurichten. Aber mit einem kleinen Imbiss bei einer Tasse Kaffee durfte sich die Hochzeitsgesellschaft dort nach der Trauung dennoch stärken und die Zeit überbrücken.

Vom Verein gab es für das Paar nicht nur die besten Wünsche, sondern ein kleines Buch. „Hochzeit in Dauelsen – wie unsere Vorfahren Hochzeit feierten“, informiert über frühere Traditionen. „Die Hochzeitsfeste gehören zu den Volksergötzlichkeiten, denn die Zahl der Gäste steigt gewöhnlich über 100“, heißt es darin unter Hinweis auf den Heimatkalender des Jahres 1994. In dem Text erinnert Hermann Lübbers aus Holtum-Geest an Sitten und Bräuche in Dauelsen zu Zeiten, aus denen das alte Schulhaus stammt.

Das Schulhaus ist der fünfte Ort in Verden an dem standesamtliche Trauungen vollzogen werden können. Neben dem Standesamt im Rathaus, wo rund zwei Drittel der 131 Ehen im vergangenen Jahr geschlossen wurden, gibt es das Domherrenhaus, das Fahrgastschiff „Stadt Verden“, das Deutsche Pferdemuseum und jetzt eben auch das alte Schulhaus als Alternativen. Wer sich in Verden trauen lassen will, stimmt den Ort mit dem Standesamt ab. Informationen zum Schulhaus erteilt Vereinsvorsitzende Karin Hanschmann telefonisch unter 04231/73700.

wb

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