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Am Osterkrug-Kreisel: Bypass mit Anbindung an die Autobahn

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Von: Markus Wienken

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Lkw fährt auf der Landesstraße Richtung Autobahn
Statt aus dem Bypass auf die Landesstraße kann der Lkw nach der Verlängerung der Fahrbahn direkt auf die Autobahn fahren. © M. Wienken

Immer mehr Fahrzeuge, insbesondere Lkw, müssen durch den Kreisel Osterkrug in Verden. Damit es fixer geht soll, insbesondere die Anbindung an die Autobahn 27, besser werden...

Verden – Das Gewerbegebiet-Ost am Finkenberg wächst. Immer mehr Firmen, die sich auf dem Areal an der Autobahn 27 niederlassen, immer mehr Lkw die durch den Kreisel am Osterkrug müssen. Der soll deswegen umgebaut werden. „Insbesondere die Neuansiedlung der BLG Logistik Bremen wird für ein höheres Verkehrsaufkommen in dem Kreisel sorgen. Da brauchen wir dringend Lösungen“, mahnt Jens Richter. Eine entsprechende Anfrage des CDU-Fraktionschefs liegt der Verwaltung vor. „Wir sind in Gesprächen. Baubeginn könnte Ende 2023/24 sein“, sagt Rainer Kamermann, Fachbereich Straßen und Stadtgrün.

Kreisel Osterkrug in Verden: Schwachstelle des Kreisels ist der sogenannte Bypass

Schwachstelle des Kreisels ist der sogenannte Bypass. Eigentlich als Hilfe gedacht, stößt das Bauwerk dennoch immer wieder an seine Grenzen. Wer als Autofahrer von der Max-Planck-Straße aus dem Gewerbegebiet Finkenberg auf die Landesstraße in Richtung Autobahn nach Hannover will, kennt das Leid. Erst im Stau, dann muss sich der Fahrer über diesen Bypass am Kreisel vorbei mühsam auf die Landesstraße Richtung Kirchlinteln einfädeln, um schließlich an der Ampel nach rechts auf die A27 in Richtung Hannover zu kommen. Der Slalom kostet Zeit und Nerven. Und es dürfte in naher Zukunft nicht besser werden. Mittlerweile sind es nach jüngsten Berechnungen der Experten täglich insgesamt 16 800 Autos und Lkw, die über den Knotenpunkt müssen. Zum Vergleich: 2015 lag die Zahl noch bei 10  300 Fahrzeugen.

Kreisel Osterkrug: Täglich müssen da 16.800 Fahrzeuge durch

Doch Hilfe für den Bypass ist in Sicht. „Wir wollen vom Kreisel eine zweite, durchgehende Fahrspur und damit die direkte Anbindung an die Autobahn“, so Rainer Kamermann, Fachbereichsleiter Straßen und Stadtgrün bei der Stadt Verden. Was sich einfach anhört, ist durchaus mit hohem Aufwand verbunden. Die Einfädelspur ab Kreisel ist bislang etwa 80 Meter lang, endet dann vor einem Wäldchen. Möglich wäre, die Spur zu verlängern, sodass der Verkehr direkt auf die Anschlussstelle in Richtung Hannover fahren kann. Circa 100 Meter fehlen, die Böschung fällt stark ab, größere Bäume stehen im Weg. Fallen die weg, müssten erhebliche Mengen Sand angefahren und die neue Fahrbahn vermutlich mit Spundwänden abgestützt werden. Etwa 3,50 Meter breit, so war schon einmal in der Vergangenheit angedacht worden, müsste die Spur breit sein, um für einen zügigen Abfluss der Fahrzeuge aus dem Gewerbegebiet zu sorgen.

Direkte Zufahrt aus dem Bypass: Fahrbahn Richtung Autobahn 27 verlängern

Vom Gewerbegebiet Finkenberg, Max-Planck-Straße, fährt der Lkw über den Bypass Richtung Autobahn.
Vom Gewerbegebiet Finkenberg, Max-Planck-Straße, fährt der Lkw über den Bypass Richtung Autobahn. © Markus Wienken

Veränderungen wird es auch auf der Brücke, bei der Einfädelung auf die Autobahn in Fahrtrichtung Bremen geben müssen. Auch da könnte der Verkehr in Richtung Kirchlinteln zweispurig laufen. Dazu müssten einige Markierungen neu gezogen werden. Vom Platz her wäre es machbar.

Gewerbegebiet am Finkenberg: BLG Logistic Bremen nutzt Gebäudekomplex von 67.000 Quadratmetern

Die Planungen für die Umsetzung des gesamten Projektes sollen im kommenden Jahr vorangetrieben werden. Der Bau muss mit der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) abgestimmt werden. „Da sind wir im Gespräch“, so Kamermann. Im städtischen Haushalt stehen sogar Planungsmittel in Höhe von 550 000 Euro für die Umsetzung bereit.

Angesichts der Veränderungen im Gewerbegebiet drängt Jens Richter zur Eile: „Als im Frühjahr 2019 die Planungen der Firma Panattoni im Gewerbegebiet Thema waren, sprach man von der Errichtung eines Logistik- und Industrieparks. Nun ist alleiniger Mieter die BLG Logistic Bremen, die in den Gebäudekomplex mit circa 67. 000 Quadratmeter einziehen wird. Keine Industrie sondern nur Logistik bedeutet mehr Verkehr, als ursprünglich gedacht. Das dürfte erhebliche Auswirkungen auf den Kreisel haben.“

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