Sprungbrett für junge Talente

12. „Filmsalat“ des KoKi bietet bunten Mix und große Vielfalt

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Blicken voller Vorfreude auf „Filmsalat 12“: Jürgen Menzel und Juliane Böcker-Storch vom Vorstand des KoKi sowie der Leiter des Filmbüros, Arne von Brill. 

Verden - Bunt gemixt und mit vielen, auch ungewöhnlichen Zutaten: Am 7. und 8. September lädt das Verdener Kommunalkino (KoKi) zum 12. Kurzfilmfestival „Filmsalat“ ein. Damit blickt der Verein auf eine 30-jährige Festivalkultur zurück. Viele junge Filmtalente stellten sich in den vergangenen Jahren der Jury, für einige war eine Auszeichnung in Verden zugleich eine Stufe auf der Karriereleiter und der Beginn einer Karriere.

„Der Kurzfilm ist die offenste, experimentellste, schellste, mutigste, abstrakteste, härteste, diskursivste, reaktivste Filmkunstform“, weiß KoKi-Vorsitzender Jürgen Menzel. Der Film müsse zugleich ungeheuer diszipliniert sein. „Er hat keine Zeit. Er hat nur diese eine Chance. Man verzeiht ihm nichts“, so Menzel.

144 Filme wurden in diesem Jahr für den „Filmsalat“ eingereicht, keiner darf länger als 20 Minuten sein. Die Einsendungen kommen aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland. Die Zeiten, in denen der Briefkasten des Vereins von Filmrollen und später DVDs überquoll, sind mittlerweile aber Vergangenheit. Heute werden die Filme gestreamt. 34 Beiträge haben es nach der Vorauswahl ins Festival geschafft. „Der kürzeste Beitrag ist gerade mal eine Minute und 30 Sekunden lang“, verrät der Leiter des Filmbüros, Arne von Brill.

Vertreten sind wieder alle Genres. „Dabei ist zum Beispiel Animation, Comedy, Science Fiction, Horror und Experimentelles“, zählt Menzel auf. Auf jeden Fall könne sich das Publikum auf die Filme freuen.

Das Festival beginnt am Freitagabend um 19 Uhr mit einem Empfang für geladene Gäste. Um 20 Uhr wird der Eröffnungsfilm gezeigt. Entschieden hat sich das Team für Florian Gallenbergers leichte Komödie „Grüner wird’s nicht sagte der Gärtner und flog davon“. In den Hauptrollen sind Emma Bading und Elmar Wepper zu sehen.

Der Wettbewerb beginnt am Sonnabend. Ab 10 Uhr werden die Filme in drei Blöcken zu je zwei Stunden gezeigt. Einige der Filmemacher werden anwesend sein. Die dreiköpfige Jury besteht aus Rosa Hannah Ziegler, Daniel Nocke und Peter Voith. Rosa Hannah Ziegler gewann mit ihrem Dokumentarfilm „Cigaretta mon Amour – Potrait meines Vater (2006) den Deutschen Kurzfilmpreis in Gold. Darauf folgten ihre mehrfach preisgekrönten Kurzfilme „Escape“ (2011) und „A girl´s Day (2014). Für ihren Film „Du warst mein Leben“ wurde sie 2018 mit dem Grimmepreis ausgezeichnet.

Daniel Nocke ist Drehbuchautor und Regisseur mehrerer Kurzfilme. Nocke schrieb unter anderem das Drehbuch zu Stefan Kromers Abschlussfilm „Barracuda Dancing“, der den Nachwuchspreis des Deutschen Filmpreises erhielt. 2001 arbeiteten beide erneut für den Fernsehfilm „Ende der Saison“ zusammen, für den sie den Adolf-Grimme-Preis erhielten.

Peter Voith ist Journalist und Geschäftsführer der Pressedienst Nord GmbH.

Insgesamt mehrere tausend Euro Preisgeld sind ausgelobt. Neben dem Hauptpreis werden der Förder-, der Publikums- und der Mitgliederpreis vergeben. „Wir hoffen, dass unser Schirmherr Dr. Jörg Mielke dabei ist“, so Menzel. Sein ausdrücklicher Dank gilt allen Sponsoren, ohne die es nicht möglich wäre, ein solches Festival auf die Beine zu stellen. Menzel hofft, dass viele Verdener kommen und sich die Filme ansehen. Die Tageskarte kostet zehn Euro. Tickets für die einzelnen Filmblöcke oder für den Eröffnungsfilm kosten fünf Euro. Karten gibt es im CineCity. 

 ahk

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