Mats Renner macht Dienst als Freiwilliger bei der Lebenshilfe / Weitere Verstärkung gesucht

„Bufdi“ ist genau der richtige Job

Werben noch um weitere Verstärkung: „Bufdi“ Mats Renner mit Diana Heise, Mitarbeiterin der Lebenshilfe im Landkreis Verden.
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Werben noch um weitere Verstärkung: „Bufdi“ Mats Renner mit Diana Heise, Mitarbeiterin der Lebenshilfe im Landkreis Verden.

Verden – Liegt es an Corona? Das Interesse, im Rahmen eines FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) oder BFD (Bundesfreiwilligendienst) einen Freiwilligendienst zu verrichten, wächst, so die Einschätzung von Diana Heise, Mitarbeiterin der Lebenshilfe im Landkreis Verden. Und dennoch wird gesucht, weil der Abi-Jahrgang fehlt.

„Ich denke, die Krise hat so manchem jungen Menschen bewusst gemacht, wie wichtig und systemrelevant gerade auch eine Tätigkeit im sozialen Bereich ist“, sagt Heise, die bei der Lebenshilfe die erste Ansprechpartnerin für diese Dienste ist. „Das Ansehen für Berufe, die sonst eher unbeliebt sind, hat durch Corona eine Aufwertung erfahren“, so Christoph Bisewski, Leiter Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. Doch nichts- destotrotz konnte die Einrichtung noch längst nicht alle der 50 Plätze besetzen, die landkreisweit in den Lebenshilfeeinrichtungen zur Verfügung stehen, da, so Bisewski, in diesem Jahr der Abiturjahrgang ausfalle. Heise unterstreicht, dass die Aufnahme der Beschäftigung flexibel starten und dass auch die Dauer der Tätigkeit im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben den individuellen Bedürfnissen der Bewerber angepasst werden könne.

Bewerber wie Mats Renner aus Verden, der nach dem Abitur zunächst überhaupt nicht wusste, was er machen sollte. Inzwischen ist er als „Bufdi“ bei der Lebenshilfe aktiv und hat sich dadurch möglicherweise so manchen beruflichen Umweg erspart. Der 19-Jährige weiß sicher, dass er Sozialarbeit studieren will. „Wenn es klappt, werde ich noch im Herbst mit dem Studium starten, andernfalls im kommenden Jahr“, sagt er.

Der junge Mann betont, dass der Bundesfreiwilligendienst für ihn ein Schritt in die richtige Richtung gewesen sei, nicht zuletzt, weil er dort viele interessante Menschen treffe und weil er – Renner unterstützt am Einsatzort Eitze den Hausmeister und ist außerdem im Fahrdienst tätig – auch in der Corona-Krise gefragt sei. „Die Kinder freuen sich, wenn sie mich sehen und mir macht der Umgang mit ihnen Spaß“, erzählt er.

Der Job ist vielfältig. Wichtig sei der Austausch mit anderen Freiwilligen auf den Seminaren. Die Corona-Krise habe seine Sichtweise verändert. „Ich bin Diabetiker und habe mir zunächst schon Gedanken gemacht, ob ich mit der Tätigkeit nicht ein zu großes Risiko eingehe und bin vier Wochen daheim geblieben. Aber mein Hausarzt hat mich beruhigt und ich habe die Arbeit wieder aufgenommen. Jetzt fühlt es sich wieder richtig gut an, was ich hier tue.“

Trotz Corona kann man sich also weiter bei der Lebenshilfe als FSJ’ler oder Bufdi bewerben – und zwar in jedem Alter. Ein FSJ kann jeder im Alter zwischen 16 und 26 Jahren absolvieren, solange die Schulpflicht beendet ist. Die reguläre Dauer beträgt zwölf Monate, mit 25 Fortbildungstagen, 30 Urlaubstagen und rund 440 Euro Taschengeld pro Monat, plus Verpflegung, dem sogenannten pädagogischen Happen.

Kontakt:

Diana Heise, Telefon 04231/ 965647 oder E-Mail: bewerbung@lebenshilfe-verden.de.

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