Bürgern Erste-Hilfe beibringen / Kosten übernimmt das DRK

Rotes Kreuz sucht Ausbilder

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Erste-Hilfe-Ausbilder Sebastian Lohmann (l.) und Lotta Bunte erklären, wie ein Defibrillator (AED) bei der Wiederbelebung eingesetzt wird.

Verden - Druckverband, Herz-Lungen-Wiederbelebung oder Schocklage, sind alles Inhalte in einem Erste-Hilfe-Kurs. Laut dem DRK Verden ist die Nachfrage nach solchen Lehrgängen stark angestiegen. Daher sucht die Organisation neue Ausbilder.

„Könnten Sie hier bitte mal drücken, der Patient hat einen Herzstillstand und braucht dringend einen Elektroschock“, Sebastian Lohmann ist ganz in seinem Element: „Und jetzt schnell weiter mit der Herzmassage.“ Der 32-jährige Familienvater ist Ausbilder beim Deutschen Roten Kreuz (DRK). Regelmäßig unterrichtet er Laienhelfer in Erste-Hilfe-Kursen, hin und wieder präsentiert er lebensrettende Sofortmaßnahmen auch auf öffentlichen Veranstaltungen.

Erst im April wurden die Vorschriften geändert. Gab es zuvor vom Zeitumfang unterschiedliche Lehrgänge wie Lebensrettende Sofortmaßnahmen oder Erste Hilfe, benötigen nun die Führerscheinbewerber und betrieblichen Ersthelfer einen einheitlichen, neun Unterrichtseinheiten umfassenden Erste-Hilfe-Kurs. Meist wird er an einem Tag durchgeführt.

Hier werden den Teilnehmern überwiegend praktische Kenntnisse vermittelt. Das Absichern einer Unfallstelle, Notruf, Wiederbelebung, Schocklage oder Seitenlage und Blutstillung stehen auf dem Stundenplan des klassischen Rotkreuz-Kurses.

Interessenten, die als Ausbilder aktiv werden möchten, schult das DRK zuvor umfassend. Sie werden Schritt für Schritt an die Lehrtätigkeit herangeführt. „Interessenten können erstmal unverbindlich während eines Praktikums in einen EH-Kurs hineinschnuppern und durchlaufen dann eine mehrstufige Ausbildung“, erklärt Sebastian Lohmann. Nach einer ersten Sanitätsausbildung folgt die Vermittlung des pädagogischen Handwerkszeugs in einem Lehrgang, der an der DRK-Landesschule in Hannover stattfindet. In einer Praxisphase folgen weitere Hospitationen, in denen die neuen Erste-Hilfe-Ausbilder schrittweise begleitet werden.

Erfahrene Kollegen wie Sebastian Lohmann geben Hilfestellungen und stehen den Neuen im laufenden Kurs mit Rat und Tat zur Seite. „Irgendwann hat der Nachwuchs dann die entsprechende Routine und kann einen Rotkreuz-Kurs alleine halten“, so Lohmann.

Wer das ganze Programm durchläuft und auch die Qualifikation für spezielle Erste-Hilfe-Kurse am Kind erlangen möchte, hat eine 120-stündige Ausbildung durchlaufen. „Die Kosten für die Lehrgänge werden natürlich komplett vom Roten Kreuz übernommen“, sagte Lohmann. Informationen gibt es beim DRK-Kreisverband Verden Telefon 04231/9245-0, oder per E-Mail info@rotkreuz-verden.de.

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