Abi Wallenstein und Freunde im Domgymnasium 

Verdener Jazz- und Blues-Tage: Weiteres Highlight bekannt gegeben  

Blues und viel Ausstrahlung (v.l.): Abi Wallenstein, Steve Baker und Martin Röttger. - Foto: Manfred Pollert

Verden - Der Verein Verdener Jazz- und Blues-Tage hat nach dem grandiosen Gastspiel von Chris Jagger ein weiteres Highlight zum Abschluss des Jahresprogrammes in der Pipeline. Am Freitag, 17. November, Einlass ab 19.30 Uhr, Beginn 20 Uhr, werden Abi Wallenstein & Blues Culture in der Aula des Verdener Domgymnasiums allen Rock- und Bluesfreunden kräftig einheizen.

Der Vorverkauf in den Geschäftsstellen der Mediengruppe Kreiszeitung läuft bereits. Der Preis pro Karte beträgt 20 Euro im Vorverkauf, 25 Euro an der Abendkasse. Mitglieder des Vereins erhalten an der Abendkasse gegen Vorlage des Mitgliedsausweises fünf Euro erstattet.

Spricht man in Hamburgs Musikszene vom Blues, fällt in der Regel ein Name zuerst: Abi Wallenstein. Seit über 40 Jahren erobert er mit seinem Charisma die Herzen der Bluesfans und ist für viele bereits eine Art Volksheld oder sogar schlicht die Verkörperung des Blues selbst. Sein einmaliger Fingerpickingstil ist eine faszinierende Mischung aus Delta Blues und Rockelementen: Perkussiv und druckvoll. Aber es ist zuallererst Wallensteins Stimme, die begeistert. Sie klingt heiser und rauchig, zaubert dennoch in ihre schwingenden Töne so viel Herz und Seele, dass sie jeden technisch noch so perfekten Gesang vergessen lässt.

Abi Wallenstein & Blues Culture sind immer Verfechter der „stripped down“ Herangehensweise gewesen, um maximale Wirkung mit minimalen Mitteln zu erzielen. Die kreative Interaktion mit dem Publikum ist ein zentraler Punkt der Musik. Sie schauen weit über den Tellerrand hinaus und beißen sich nicht an stilistischen Vorgaben fest.

Solistisch vorangetrieben vom Mundharmonika-Maestro Steve Baker, der immer wieder unter Beweis stellt, dass er zu den besten und unterhaltsamsten seines Faches gehört. Die Fans lieben seinen rhythmisch geprägten und sofort erkennbaren melodischen Stil, der Elemente aus der Blues-Tradition mit Country, Folk, Funk, Soul und Jazz scheinbar mühelos miteinander verbindet.

Mit seiner bestechenden Musikalität wird er von Kennern zu den heutigen „Top 10“ der Bluesharpspieler weltweit gerechnet. Auch Rhythmusgeber Martin Röttger trägt mit seinen mal explosiv-kraftvollen, dann wieder elastisch-weichen Beats wesentlich zur Musik bei.

Beim Jammen kocht der Saal

Nachdem er als Cajon-Pionier viel zur heutigen Beliebtheit des Instruments beigetragen hat, ist er mit BluesCulture nun wieder zum Schlagzeug zurückgekehrt, um mit dessen breiterer Dynamik der Musik ein differenzierteres Fundament zu verleihen. Wie kein anderer versteht er es, Wallensteins eigenwillige Grooves perfekt aufzufangen und meisterlich zu unterstützen.

Michael van Merwyk ist gewiss einer der produktivsten und vielseitigsten Musiker der Bluesszene in Deutschland. Der Sänger und Gitarrist aus Rheda-Wiedenbrück spielt in diversen Bands (Bluesoul, The Snooks), im Trio (Big Mike & Double Dynamite) und mindestens drei Duos. Der 47-Jährige ist ein ebenso sparsamer wie effektiver Gitarrenbegleiter und versierter Songwriter.

Der Zwei-Meter-Hüne liebt den Blues, aber er ist kein Purist. Das hört man auch seinem ungekünstelten Solo-Debüt an. Neben erdigen Drei-Akkord-Titeln gibt es eine Reihe Songs mit ausgefeilteren Melodien und Harmoniefolgen. In denen dimmt van Merwyk seinen kraftvollen Bass zu einem sanften Raunen und widmet sich singend zum Beispiel den Vorzügen eines anständigen Kaffees („Coffee“) oder generell einer positiven Sicht der Dinge („Count Your Blessings“).

Zum Abschluss des Konzertes im Domgymnasiums werden alle Musiker gemeinsam jammen, dann dürfte die Stimmung wie schon bei Konzerten in der Hamburger Fabrik „überkochen“.

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