Kanal- und Leitungsbau am Blumenwisch zugestimmt

Buddeln für die Stadtkante

Verden - Das Gesamtprojekt zur Neugestaltung der Verdener Stadtkante zur Aller hin geht weiter. Nach der Domweih soll am Blumenwisch gebuddelt werden.

Der Ausschuss für Straßen und Stadtgrün jedenfalls hat am Mittwoch dem Verdener Stadtrat mehrheitlich empfohlen, dass seit längerem anstehende Kanalbauarbeiten dort schon einmal durchgeführt werden sollten. Bis zum Jahresende soll die Verbindung zwischen Reeperbahn und Großer Straße zumindest provisorisch fertiggestellt werden.

Bevor die Investoren das Kaufhallengelände in die Hand nehmen, sollten Kanal- und Leitungsbau fertiggestellt werden, empfahl der Produktverantwortliche im Rathaus, Volker Buschhoff, den Ausschussmitgliedern. 

Noch lägen die Pläne für das Projekt nicht vor und auch für den Ausbau und die Gestaltung des Straßenzugs inklusive Norderstädtischem Markt gebe es auch noch keine konkreten Vorstellungen. Die will die Verwaltung dem Rat in einer gesonderten Vorlage unterbreiten. Bei der jetzigen Leitungsbaumaßnahme sei der Parkplatz aber sowieso nicht betroffen.

Beim aktuellen Beschluss ging es nur darum, dass der offenbar schon länger aufgeschobene Kanal- und Leitungsbau als Teil des großen Plans für die Stadtkante in Angriff genommen werden kann, und dass das ganze barrierefrei werden soll.

Anlieger mehrfach betroffen

Unglücklich fand Joachim Scholvin (CDU), dass dafür die Anlieger und der Verkehr gleich zweimal in Mitleidenschaft gezogen werden. Das erste Mal für die Maßnahme in der zweiten Jahreshälfte und dann erneut, wenn die Baufahrzeuge eines Tages vom Kaufhallengelände wieder abgezogen werden. Dann müsse die provisorische Decke, die zunächst über den Leitungen eingebaut werden soll, von der endgültigen Lösung ersetzt werden.

Dass das früher wenig sinnvoll sei, fand Frühwald allerdings plausibel. Die schweren Baumaschinen, die auf dem Kaufhallengelände zu erwarten sind würden sicher zu viele Schäden verursachen.

Mit Schäden rechnete Karin Hanschmann (SPD) allerdings auch bei den sogenannten „Focke-Häusern“ an der Ecke zur Ritterstraße. Die einsturzgefährdeten Zeugen der Verdener Geschichte könnten durch die Arbeiten im Untergrund bedroht werden. Die Stadt hatte die verwahrlosten Ruinen bereits in einer Ersatzvornahme abgestützt und für Passanten einen schützenden provisorischen Gang angebracht.

„Wir müssen auch an die Sicherheit der Bauarbeiter denken“, nahm Buschhoff den Faden auf. Deshalb werde über Alternativen für die Unterbringung der Leitungen nachgedacht. Auf jeden Fall seien bereits Beweissicherungsverfahren in Arbeit für den Fall, dass in den Häusern Schäden entstehen.

Gravierender als diese Effekte empfand der Ausschussvorsitzende Carsten Hauschild (SPD) die Belastungen durch die zu erwartenden Verkehrsprobleme in der Innenstadt. Gerade am Blumenwisch würden Sperrungen für die Baustelle sich wegen der Verengung an den „Focke-Häusern“ noch stärker auswirken. Ein vollständiger Sperrung der Straße sei nicht vorgesehen, konnte Fachbereichsleiter Rainer Kamermann ihn beruhigen. Außerdem gäbe es eine Reihe von Möglichkeiten, das Nadelöhr zu umgehen.

kle

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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