Verden und Dörverden unterzeichnen Vereinbarung 

Brückenschlag stößt auf breite Zustimmung

Gestern im Rathaus: Lutz Brockmann (li.) und Alexander von Seggern setzten ihre Unterschrift unter die Vereinbarung für den Brückenschlag zwischen Verden und Dörverden. - Foto: Wienken

Verden - Von Markus Wienken. Die Verträge waren gemacht, die Tinte der Unterschriften getrocknet, da reichten sich die Bürgermeister Lutz Brockmann aus Verden und Alexander von Seggern aus Dörverden, passend zum Brückenschlag über Aller und Wätern, gestern nochmals die Hand. „Mit der Verbindung zwischen Verden und Dörverden geht für beide Gemeinden ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung“, betonten sie und sprachen von einer „Investition in die Zukunft“.

Die Vorbereitungen für den Brückenschlag, dem Bau einer Radweg- und Fußverbindung entlang der neuen Eisenbahnbrücke, nehmen mehr und mehr Formen an. Die Unterschrift im Verdener Rathaus setzte gewissermaßen den Schlusspunkt. Eingebunden wurde damit auch der Stedorfer Deichverband, über dessen Flächen die Anbindung der Brücke auf Dörverdener Seite verläuft. „Mit dem sogenannten förmlichen Gestattungsvertrag des Verbandes haben alle Beteiligten ihre Zustimmung gegeben“, erklärten Brockmann und von Seggern in dem Pressegespräch. Kreistag, Stadtrat Verden, Gemeinderat Dörverden und die Deutsche Bahn AG hatten zuvor bereits die Weichen gestellt.

Die Gelder zur Finanzierung des Projektes stammen zum Großteil aus dem Fördertopf des Bundeswettbewerbes „Klimaschutz im Radverkehr“. Die Stadt Verden hat die Zusage über circa 1,8 Millionen Euro, weitere 300 000 Euro will der Landkreis Verden beisteuern. Den Rest von etwa 800 000 Euro muss die Stadt aus eigener Tasche zahlen.

Obwohl durchaus ungewöhnlich, sehen die Beteiligten bei der Umsetzung des Vorhabens keine Probleme. „Die Haltevorrichtungen für das Stahlgerüst wurden bereits beim Neubau der Eisenbahnbrücke angebracht. Das Gerüst braucht nur noch eingehängt zu werden“, so Torsten Fiebig vom Fachbereich Straßen und Stadtgrün. Neben dem Brückenbau soll Geld für weitere Maßnahmen innerhalb der Stadt Verden ausgegeben werden. Dazu gehören Radfahrstreifen im Bereich Burgberg und Bahnhof sowie der Bau von sechs Radabstellplätzen.

Laut Plan wollen die Beteiligten im April 2018 in die Ausführung des Projektes einsteigen. Nur drei Monate später, am 30. Juni 2018, muss das Bauwerk hängen, so schreiben die Flörderrichtlinien des Bundes vor. Nach Fertigstellung bleibt die Stadt für die Unterhaltung zuständig. Jährlich fallen dafür, so die Schätzungen, 10 000 Euro an. Die Hälfte davon, auch das steht in der Vereinbarung, zahlt die Gemeinde Dörverden.

Dass sich das Projekt rechnet, machten Brockmann und von Seggern erneut deutlich. „Die Brücke tut der Region gut“, bekräftigten sie. Eine Studie belege, dass mit Eröffnung der Verbindung circa 250 Pendler vom Auto auf das Rad umsteigen werden. „Vielleicht nicht kurzfristig, aber über einen längeren Zeitraum gesehen.“ - mw

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