Bürgermeisterwahl in Verden

Lutz Brockmann: „Es geht um den Menschen“

Erinnert sich gerne an die prägende Zeit an der Realschule Verden zurück: SPD-Bürgermeisterkandidat und Amtsinhaber Lutz Brockmann. Foto: Oetjen
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Erinnert sich gerne an die prägende Zeit an der Realschule Verden zurück: SPD-Bürgermeisterkandidat und Amtsinhaber Lutz Brockmann.

Verden - Von Lea Oetjen. Wenn er über seine Zeit an der Realschule Verden spricht, strahlt er. Es ist nicht zu übersehen, wie gerne er sich zurückerinnert. „Die Jahre haben mich sehr geprägt“, offenbart Lutz Brockmann lächelnd, während er sein schwarzes Fahrrad in Richtung des neu angelegten Spielplatzes schiebt. Immer wieder lässt er seinen Blick über die große Anlage der jetzigen Campus-Oberschule schweifen, findet weitere Orte, die ihn „zu dem gemacht haben, der ich heute bin“.

An der Realschule sei sein großes Interesse an der Teilhabe am Leben entstanden. Später, am Gymnasium am Wall, wo Brockmann sein Abitur machte, trat er der Juso-Schülergruppe bei. Diese traf sich regelmäßig im Begegnungszentrum am Plattenberg, das Brockmann ebenfalls vom Spielplatz hinter der ehemaligen Realschule aus entdecken konnte. „Hier sind viele Dinge passiert, die mir wichtig sind.“

Kein Wunder also, dass Brockmann auch heute noch Themen wie Bildung und das Miteinander besonders wichtig sind. „Es geht um den Menschen. Kinder sind die Bürger der Zukunft. Es liegt an uns, welche Chancen wir ihnen geben“, betont der Sozialdemokrat, dem als Jugendlicher selbst die Möglichkeit gegeben wurde, sich zu beweisen. Bereits im Alter von 21 Jahren schaffte es Brockmann das erste Mal in den Ortsrat Eitze und 1986 als jüngstes Ratsmitglied in den Verdener Stadtrat. Rund elf Jahre später wählte ihn die Ratsfraktion zu ihrem Vorsitzenden.

Er sei stolz darauf, in einer „guten rot-grünen Zusammenarbeit die Sanierung und Modernisierung zahlreicher Schulen“ auf den Weg gebracht zu haben. „Die Bedeutung der Bildung für unser Leben muss sich auch in den Schulgebäuden zeigen. Moderne Kitas und Schulen sind entscheidend für jede Stadt“, betont Brockmann nachdrücklich.

Bildung als Zugang zum Leben

Für ihn sei es das Wichtigste, dass Kinder durch Bildung den Zugang zum Leben gewinnen: „Durch zeitgemäße Ausstattung und eine gute pädagogische Betreuung.“ Den perfekten Ausgleich zur Schulbank würden die vielen schönen Spielplätze der Stadt bieten, die in den vergangenen Jahren modernisiert oder gar neugebaut wurden. In diesem Zusammenhang weist Brockmann auf den sogenannten Rahmenplan Spielplatz und Treffpunkte hin. „Es gibt sogar bestimmte Themen, die auf manchen Spielplätzen aufgegriffen werden“, erklärt Brockmann, ehe er sich umdreht und auf die großen Palmen zeigt, die einige der vielen Spielgeräte schmücken.

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Da aus „Kindern irgendwann Jugendliche werden“, sei es ideal, dass direkt neben dem neuen Spielangebot ein moderner Bolzplatz entstanden ist. „Hier, an diesem Ort, kann man echt gut sehen, was in der Stadt für die Jugend passiert ist“, so der Sozialdemokrat, während er unter anderem auf die neugebaute Sporthalle an der Campus Oberschule zeigt. Das sei auch mit Blick auf die heimische Wirtschaft wichtig – „denn Jugendliche sind unsere Fachkräfte der Zukunft“. Gemeinsam sei es gelungen, allen großen Verdener Unternehmen die benötigten Erweiterungsflächen zu vermitteln. Die Investitionen würden das Vertrauen der Wirtschaft in die Stadt belegen.

Wohlstand fußt auf Zusammenarbeit

„Der Wohlstand einer Stadt hängt von der Fähigkeit zur Zusammenarbeit ab“, ist sich Lutz Brockmann sicher. Das sei sein täglicher Auftrag. „Daher setzte ich auf eine frühe Bürgerbeteiligung und auf Arbeitskreise – gemeinsames Arbeiten erleichtert vieles.“ Auf diese Weise seien viele Projekte in Verden erfolgreich umgesetzt worden. „Nur gemeinsam können wir allen Anforderungen gerecht werden“, weiß der SPD-Bürgermeisterkandidat, der betont, lieber mit den Menschen sprechen zu wollen, als nur über sie. Doch wie stellt sich Lutz Brockmann das vor? „Die Ortsräte sind sehr wichtig. So hat jeder Bürger einen Ansprechpartner in seiner Nähe.“ Die Kontaktaufnahme sei niedrigschwellig.

Der Sozialdemokrat sei stolz auf das große Engagement in der Stadt Verden, zum Beispiel von Vereinen und der Feuerwehr. „Das fördern wir von der Stadt natürlich gerne, denn ohne Unterstützung geht es einfach nicht“, so Lutz Brockmann, der in dem ehrenamtlichen Engagement eine große Chance für Verden sieht.

Auch in Sachen Bahnlärm will der Bürgermeister jetzt die Chancen des geplanten Schienenbaus für Verden nutzen. „Ich strebe einen übergesetzlichen Vollschutz vor Bahnlärm für den ungestörten Schlaf neben der Bahnstrecke an“, so der Bürgermeister. Um die Interessen der Stadt zu vertreten, „braucht es ein gutes Netzwerk auf Landes- und Bundesebene und das habe ich“.

Auf dem neuesten Stand bleiben

Weitere Infos über den Wahlkampf von Lutz Brockmann erhalten Interessierte auf seiner Internetseite unter www.lutz-brockmann.de. In zehn Videos spricht der Sozialdemokrat über seine Ziele und Erfolge. Es geht unter anderem um den Wohnungsbau und den sozialen Wohlstand, aber auch darum, Talente zu fördern und Familien zu stärken. „Auch wenn ich in den Videos ein bisschen ernst gucke, war es mir ein Anliegen, meine Themen einfach zu transportieren.“

Drei Fragen - drei Antworten

Wann waren Sie das letzte Mal im Allerpark? 

Brockmann: Im März habe ich eine Mittagspause im Allerpark verbracht und einen tollen Spaziergang gemacht. 

In welcher Reihenfolge lesen Sie die VAZ? 

Brockmann: Zuerst schaue ich nach den Familienanzeigen und dann lese ich den Lokalteil. Den Sport blättere ich durch. Zusätzlich lese ich die Wochenzeitung „Die Zeit“. 

Wie oft am Tag schauen Sie aufs Handy? 

Brockmann: Während der Arbeit sehr selten. Und auch allgemein ganz wenig. Ich gucke morgens, mittags und abends einmal drauf. Generell genieße ich persönliche Kontakte.

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