Wilfried Bendul sucht verzweifelt Nachwuchskräfte

Briefmarke für Jugendliche ein Fremdwort

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Die Verdener Briefmarkensammler warten weiter darauf, eine Jugendgruppe wieder auf die Beine zu stellen.

Verden - „Wir sind total überrascht vom äußerst guten Besuch unseres Tauschtages, obwohl einige Aussteller kurzfristig wegen einer ähnlichen Veranstaltung in Varel abgesagt hatten“, freute sich Wilfried Bendul, 1. Vorsitzender des Verdener Briefmarkensammler-Vereins. Sogar aus dem Raum Hannover sowie aus Soltau waren Sammler angereist, besonders freute es den Verdener Philatelisten aber, dass mehrere Sammler vom befreundeten Verein aus Achim beim Tauschtag vertreten waren.

Allerdings müssen die Verdener Briefmarkensammler weiter darauf warten, eine Jugendgruppe wieder auf die Beine zu stellen, denn erneut waren unter den Gästen keine Jugendlichen. „Die Jugend heutzutage lässt sich kaum für dieses Hobby und noch weniger für eine Mitgliedschaft begeistern“, stellte Bendul enttäuscht fest, will aber die Hoffnung nicht aufgeben, dass sich das mal ändert. Rückblickend auf sein Interesse und den Beginn der Sammelleidenschaft als Schüler in den ersten Schuljahren am Ende der 50er- und dem Beginn der 60er-Jahre sagte Bendul: „Wer zu der Zeit Briefmarken mit zur Schule brachte und sie zum Tausch anbot, war der King.“

Dieser Leidenschaft blieb der Journalist auch als Rentner treu und konzentriert sich als ambitionierter Sammler auf ein Spezialgebiet. Es ist die Nachkriegszeit von 1945 bis 1950, die es ihm angetan hat. „Eine Beschäftigung kaufen“, nennt er übrigens nach einer erfolgreichen Suche nach Marken aus der Zeit seine Freizeitaktivitäten: „Und da ist noch so ein bisschen Hoffnung dabei, eine Rarität finden zu können“. So finde ein Sammler eine Nische, wo er mit diesem Spezialgebiet punkten könne. Er nannte als Beispiel den Achimer Gerhard Düür, der zehn Kilogramm einer Dauerserie aus England mit dem Konterfei von Queen Elisabeth sortiere.

„Auch bei diesem Tauschtag habe ich wieder einigen Besuchern keine guten Aussichten mit auf den Weg geben können, die mit geerbten Sammlungen gesegnet sind und sie möglichst günstig verkaufen wollen“, erläuterte Bendul. So nehme beispielsweise der Wertverfall auch seltener Marken dadurch zu, dass der Markt von immer mehr zumeist geerbten Wertzeichen überflutet werde. Wer sich als Erbe aber dazu entschließen könne, das Hobby fortzuführen, sei ebenso wie jeder andere Sammler im Verein willkommen. Hier erhieltenInteressenten viele wertvolle Tipps und Ratschläge. 

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