Breitere Stellplätze und Werbung für Radboxen / Finanzausschuss stimmt zu

Parkhaus soll saniert werden

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Kein Hingucker und stark sanierungsbedürftig: das Parkhaus an der Brückstraße. Archivfoto: Wienken

Verden - Das Parkhaus an der Brückstraße ist in die Jahre gekommen. Mit gut drei Jahrzehnten auf dem Buckel ist eine Sanierung mehr als fällig – und soll nun, einem Antrag der Grünen folgend, 2016 auch angegangen werden. So entschied es der Ausschuss für Finanzen und Vermögen in seiner Sitzung am Mittwoch.

200000 Euro können an Sanierungskosten zusammenkommen, ergab eine erste, sehr grobe Schätzung der städtischen Gebäudewirtschaft. Finanziert würden sie aus Mitteln der laufenden Unterhaltung. Gebäudewirtschafter Ralf Heinrich hatte dem Ausschuss eine Liste mit den notwendigen Maßnahmen vorgelegt, die dieser nun Stück für Stück durchging, hier etwas hinzugefügte und dort etwas strich.

Helle, freundlichen Farben zur Steigerung der Attraktivität, der Rückbau der nicht mehr erforderlichen CO-Warnanlage, die Entfernung der Hochborde auf den Rampen, die Sanierung von Dachflächen oder eine neue Beleuchtung bedurften keiner Diskussion. Die sparten sich die Ausschussmitglieder für das Thema Fahrradboxen auf.

Neun verschieden große Boxen für insgesamt 26 Räder gibt es. Ein Teil dieser Käfige zum Einschließen der Drahtesel ist für einen längeren Zeitraum vermietet, die übrigen sollten vor allem im Zuge des zunehmenden Radtourismus‘ mehr beworben werden, in entsprechenden Broschüren und mit Hinweisschildern, war sich das Gremium einig.

Darüber hinaus soll die Nutzung der Boxen vereinfacht werden. Statt langfristiger Anmietung mit dem damit verbundenem Gang ins Rathaus schlug Jürgen Weidemann (FDP) vor, Pfandgeld-Schlösser einzubauen oder aber den Nutzern die Verwendung des Fahrradbügelschlosses zur Sicherung der Box zu ermöglichen.

Außerdem, so der Wunsch des Ausschusses, soll die Verwaltung das Gespräch mit den Stadtwerken gesucht werden. Die Idee des Vorsitzenden Wolf Hertz-Kleptow: eine Ladestation für die wachsende Zahl der E-Bikes schaffen.

Breitere Stellflächen für größere Autos ja, ausgewiesenen Parkplätze für Motorräder nein. Hier zeigte der Finanzausschuss Einigkeit. Auch Frauenparkplätze soll es geben. Trotz der Hinweise von Ingo Neumann und Michael Otten (beide SPD), dass sich diese Extra-Stellflächen im Zuge der Gleichbehandlung erledigt hätten und die Nutzung durch andere laut Straßenverkehrsordnung keine rechtlichen Konsequenzen nach sich zöge.

Als es schließlich um den Einbau einer Parkflächen-Anzeige ging, musste Kämmerer Wolfgang Leseberg den Ausschuss bremsen. 30000 Euro kostet es laut Schätzung, ein System zu installieren, das freie Parkplätze anzeigt. Den Einbau der teuren Anlage wollten die Politiker abhängig machen von der zulässigen Parkdauer.

Bislang ist die unbegrenzt. Bleibt es dabei, so der Tenor, ist die Tafel nicht nötig. Sie wünsche sich allerdings schon einen Mix aus Kurzzeit- und Dauerparkplätzen, sagte Jutta Sodys. Eine Diskussion darüber aber stoppte Leseberg, verbunden mit dem Hinweis, dass dafür ein anderer Ausschuss zuständig sei.

kp

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