Update: Hoverboard als Brandursache?

Fluchtwege durch Rauch versperrt: Brand im Y-Haus in Verden

Zwölf Parteien leben in dem Gebäude, das gestern im Mittelpunkt des Großeinsatzes stand.
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Zwölf Parteien leben in dem Gebäude, das gestern im Mittelpunkt des Großeinsatzes stand.

Ein Großaufgebot von 200 Einssatzkräften rückte am Sonntag zu einem Kellerbrand in Verden-Dauelsen aus. Noch ist unklar wie viele Verletzte es gibt.

Update vom Montag: Nach dem Feuer im Mehrfamilienhaus haben mehrere Menschen die Nacht zu Montag in Notunterkünften verbracht. Die Stadt mietete Hotelzimmer für sie, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Ihre Wohnungen sollten noch am Montag auf Schäden untersucht werden. Zunächst war unklar, wann die Betroffenen in das Haus zurückkönnen. Bislang ist bekannt, dass 21 Menschen verletzt und behandelt werden mussten, unter anderem wegen mutmaßlicher Rauchgasvergiftungen. Lebensgefahr bestand bei keinem der Verletzten.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler könnte die Brandursache in einem technischen Defekt im Zusammenhang mit einem Hoverboard handeln, das am Brandort lag. Weitere Klarheit sollen detaillierte technische Untersuchungen bringen. Der Gesamtschaden beträgt mehrere zehntausend Euro.

Meldung vom Sonntag: Verden-Dauelsen – Rund 200 Einsatzkräfte waren gestern am späten Nachmittag bei einem Brand in den sogenannten Y-Häusern in der Störtebekerstraße in Verden-Dauelsen im Einsatz. Ersten Angaben zufolge handelte es sich um einen Kellerbrand, doch durch das verrauchte Treppenhaus waren die Fluchtwege für die Bewohner von zwölf Wohnungen versperrt. Laut Feuerwehrsprecher Dennis Köhler wurden 21 Personen aus den betreffenden Unterkünften vor Ort vom Rettungsdienst versorgt. Zur Anzahl der Verletzten konnte er noch keine Angaben machen. Mehrere Personen seien mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht worden.

Gegen 17 Uhr sollen nahezu zeitgleich mehrere Notrufe eingegangen sein. Nach der ersten Meldung wurde Brandstufe Zwei ausgelöst. „Beim ersten Eintreffen der Kräfte war bereits klar, dass sich noch etliche Personen im Gebäude befanden“, berichtet Köhler.

Bei dem dann folgenden Großeinsatz wurden Bewohner über rückseitige Fenster mit Hilfe von Leitern ins Freie gebracht. Ob überhaupt noch jemand durch das verrauchte Treppenhaus aus der Gebäudehälfte gelangte, konnte Köhler nicht sagen. Atemschutzgeräteträger suchten die Wohnungen ab.

Atemschutzgeräteträger hatten viel zu tun am Einsatzort.

Die Personenrettung hat immer Vorrang, so kam es, dass während der Erstversorgung der betroffenen Bewohner in unmittelbarer Nähe des Geschehens immer noch viel Qualm aus dem Haus zog. Atemschutzgeräteträger gingen immer wieder ins Haus. Nicht sichtbar im dicken Rauch, aber deutlich zu hören, war das Zerschlagen von Glasbausteinen oben im Treppenhaus. Parallel dazu trafen immer weitere Feuerwehrfahrzeuge und Rettungswagen ein.

Nach zwei Stunden war das Feuer Köhler zufolge unter Kontrolle. „Die Nachlöscharbeiten laufen“, sagte der Feuerwehrsprecher. Er schätzte, dass sich diese noch bis 21 Uhr hinziehen würden. Rund 130 Feuerwehrkräfte von Verdener Ortsfeuerwehren und rund 70 Kräfte vom Rettungsdienst waren nach ersten Angaben im Einsatz.  

wb

Kellerbrand in Verden 

 © Wiebke Bruns
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