Ökumenische Bibelgesprächsabende zum Thema Flüchtlinge

Botschaft mit Leben füllen

Freuen sich auf viele Gespräche (v.l.): Jörg Pöhl, Barbara Walther, Marko Stenzel und Ulrike Leim haben mit weiteren Ehrenamtlichen die Bibelgespräche zum Thema „Begegnung mit Flüchtlingen“ vorbereitet. - Foto: Wienken

Verden - Vielfältig und bunt ist die Flüchtlingsarbeit in Stadt und Landkreis Verden. Zahlreiche Menschen engagieren sich ehrenamtlich und füllen diese Arbeit täglich mit Leben. Die Begegnung mit den Flüchtlingen ist Thema von drei ökumenischen Bibelgesprächsabenden im Stadtkirchenzentrum Verden. Start ist am Donnerstag, 14. April, 19.30 bis 21 Uhr.

„Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen“, so hat es bereits der Evangelist Matthäus aufgeschrieben. Die Bibel ist voller weiterer Zitate und Erzählungen, die die heutige Flüchtlingssituation widerspiegeln. Und die Kirche will sich hier beim Wort nehmen lassen. „Es ist das Thema der Gegenwart. Für uns heißt es auch, dass wir die Botschaft mit Leben füllen wollen“, so Marko Stenzel, Pastor der evangelischen Gemeinde St. Johannis.

Im Vordergrund der Abende sollen zunächst Begegnungen und Gespräche mit Menschen stehen, die bereits mit Flüchtlingen arbeiten oder sich engagieren wollen. Die Themen, die die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Vorbereitungskreises aufeinander abgestimmt haben, sind entsprechend zugeschnitten und beziehen sich zu Beginn auf Textstellen der kirchlichen Schriften. „Fremde in der Bibel – Fremde unter uns“, heißt es zum Auftakt am 14. April. Fortgesetzt wird die Reihe am 28. April mit „Fremde unter uns – Abend mit Gästen“. Ehrenamtlich Engagierte werden dabei von ihrer Arbeit mit Flüchtlingen berichten. Die dreiteilige Reihe schließt am 12. Mai, wenn es heißt „Fremde unter uns – Herausforderung annehmen, Türen öffnen, Hilfen anbieten“.

Wichtig ist dem ökumenischen Gesprächskreis, dass alle Interessierten zu den Treffen willkommen sind. „Es ist keine Frage des Glaubens, wer bei uns am Tisch sitzt“, macht Jörg Pöhl, Gemeinde St. Johannis, deutlich. „Wir wollen nicht missionieren.“

Doch wie könne praktische Unterstützung der Flüchtlingshilfe durch Einzelne im Alltag aussehen, wo gebe es noch Verbesserungen, sieht Barbara Walther, Vertreterin der katholischen Gemeinde St. Josef, möglichen Gesprächsbedarf. „Wir möchten da auch neue Türen öffnen“, so Walther. Zugleich stellt sie aber auch die Frage: „Was sagt eigentlich Christ zu sein in dieser Situation aus?“ Ulrike Leim, ebenfalls Vertreterin der St. Josef-Gemeinde, hat darauf schon mal eine Antwort. „Wir sollen uns den Menschen zuwenden.“

Mittendrin im Thema, freuen sich die Organisatoren auf viele anregende Gespräche und sehen dabei den Veranstaltungsort, das Stadtkirchenzentrum, gut gewählt. „Es liegt mitten in der Stadt, ist öffentlicher Treffpunkt und bietet zudem Gelegenheit, den Flüchtlingen zu begegnen“, so die Organisatoren.

Die ökumenischen Bibelgesprächsabende gibt es seit dem Jahr 2013. Veranstaltungsreihen werden jeweils zum Frühjahr und Herbst angeboten. - mw

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