Fast drei Viertel der Wähler stimmen für den amtierenden Landrat

Bohlmann legt die Messlatte höher

Der rote Balken an der Wand zeigte die Zustimmung für Landrat Peter Bohlmann. Die ehemalige Landes-Ministerin Christina Bührmann gratulierte dem erfolgreichen Bewerber auf der Wahlparty in Verden. Foto: Klee
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Der rote Balken an der Wand zeigte die Zustimmung für Landrat Peter Bohlmann. Die ehemalige Landes-Ministerin Christina Bührmann gratulierte dem erfolgreichen Bewerber auf der Wahlparty in Verden. 

Landkreis - „Weniger als ein Drittel Nein-Stimmen, wäre gut“, hatte Peter Bohlmann wenige Tage vor der Wahl noch gehofft. Jetzt liegt das Ergebnis vor und er hat ordentlich Prozentpunkte gut gemacht, über die er sich freuen kann. Vor acht Jahren waren es ziemlich genau zwei Drittel der Wähler, die ihm ihre Stimme gegeben hatten. Diesmal konnte er das Ergebnis mit 72,6 Prozent klar verbessern.

„Das Wahlergebnis ist schwieriger zu kalkulieren, wenn es keine Gegenkandidaten gibt“, kommentierte Bohlmann. Mit gespanntem Blick verfolgte er gestern Abend die Ergebnisbalken, die auf der Wahlparty am Lugenstein an die Wand geworfen wurden. Am Ende war der rote Ja-Balken erfreulich lang. Die Messlatte, die er sich selbst gesetzt hatte, war deutlich übertroffen und ein zufriedener Landrat stellte fest: „Das freut mich außerordentlich. Das Ergebnis ist auch eine Würdigung der konstruktiven und loyalen Arbeit der Kreisverwaltung und der guten Zusammenarbeit mit dem Kreistag.“

Die Messlatte, die die Wähler erneut höher aufgelegt hatten, war dem gewählten Kandidaten eine persönliche Genugtuung. „Ich danke den Wählern für ihre Stimme und für die hohe Wahlbeteiligung.“ Mit fast 62 Prozent lag sie deutlich höher als vor acht Jahren. Damals waren 53,4 Prozent der Berechtigten zur Urne gegangen.

In dem von Konsens geprägten Zusammenwirken im Landkreis bezog Bohlmann in einer ersten Stellungnahme auch den Sport, die Wirtschaft und die verschiedenen Verbände ausdrücklich mit ein. Das habe er auch für die Fortsetzung der Arbeit im Sinn.

Die Vorzeichen bei der Landratswahl 2011 waren andere. Mit Martin Deter (Grüne) und Benjamin Berg (FDP) hatte der SPD-Bewerber Bohlmann gleich zwei Gegenkandidaten. Diesmal hatten es sich sämtliche Parteien erspart, gegen den Amtsinhaber anzutreten. Die Christdemokraten hatten sich eilig hinter Bohlmann gestellt. Auch hier sah der Landrat einen Hintergrung in der konstruktiven Zusammenarbeit. „Das transparente Vorgehen der Christdemokraten bei der Kandidatenwahl hat gezeigt, dass es hier um eine Personenwahl geht.

Grüne, Liberale, aber auch die AfD, die mit vier Sitzen eine Fraktion im Kreistag hat, verzichteten auf einen Kandidaten.

Die Wähler hatten deshalb nicht die Wahl zwischen Personen, sondern nur die zwischen Zustimmung und Ablehnung für den Amtsinhaber. „Hätte es nur Nein-Stimmen gegeben, hätte es eine Neuwahl gegeben“, wusste Bohlmann.

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