Reitplätze sollen Ende Juli fertig sein / WM der jungen Dressurpferde aber erst im Dezember

Boden bereiten

Eine Menge Erde wird auf dem Rennbahngelände bewegt. Dort entstehen Schicht um Schicht drei neue Reitplätze. Bis Ende Juli sollen sie fertig sein, trotz Verzögerungen, weil unverhofft alte Fundamente aufgetaucht waren. 
Foto: Preuß
+
Eine Menge Erde wird auf dem Rennbahngelände bewegt. Dort entstehen Schicht um Schicht drei neue Reitplätze. Bis Ende Juli sollen sie fertig sein, trotz Verzögerungen, weil unverhofft alte Fundamente aufgetaucht waren. Foto: Preuß

Verden – Schicht um Schicht entstehen in Nachbarschaft zur Hammer- und Diskuswurfanlage neue Reitplätze. Schwere Maschinen bewegen einiges an Erde. Muldenkipper liefern zusätzliches Material. Reitplätze sind Spezialbauten, die einen besonderen Untergrund benötigen.

„Sie sind fleißig dabei“, kommentiert Lutz Brockmann das Geschehen an der Lindhooper Straße und hat dabei im Hinterkopf, dass der Zeitplan nach wie vor ein ehrgeiziger ist. Bis Ende Juli sollen die neuen Reitplätze eins bis drei fertig sein. „Das ist unser oberstes Ziel“, sagt Jasmin Nölker. Ebenso wie Brockmann ist die Mitarbeiterin des städtischen Fachbereichs Straßen und Stadtgrün davon überzeugt, dass das auch klappt. Trotz einiger Verzögerungen.

So seien bei den Erdarbeiten alte Fundamente im Boden aufgetaucht, berichtet Brockmann. Die hätten zunächst entfernt werden müssen, bevor das eigentliche Projekt fortgesetzt werden konnte. Ganz so hoch ist der Zeitdruck indes nicht mehr. Zwar steht bei der „pVerd-event“ als Organisatorin vom 5. bis 9. August noch immer eine Großveranstaltung im Terminkalender. Statt des geplanten Turniers „Verden International“ beschränkt man sich aber auf die Hannoveraner Championate der Reit-, Dressur- und Springpferde.

Die für August geplante Weltmeisterschaft der jungen Dressurpferde, für die die neuen Anlagen hauptsächlich benötigt werden, ist aufgrund der Corona-Krise verschoben worden. Sie soll nun vom 9. bis 13. Dezember in der Niedersachsenhalle stattfinden. „Ein solches Turnier ohne Zuschauer abzuhalten, ist Quatsch“, begründet „pVerd-event“-Geschäftsführer Wilken Treu die Verlegung.

Treu leitet auch die Geschicke beim Hannoveraner Verband, muss sich auch dort mit den Folgen und Auflagen der Pandemie auseinandersetzen. Die Umstellungen betreffen nicht nur den Verkauf von Pferden, sondern ebenso die Zucht.

„Die klassischen Stutenschauen fallen derzeit weg“, nennt Treu ein Beispiel. „Aber die Leistungsprüfungen finden landesweit statt. Wir selektieren dort durch und kriegen eigentlich alles abgebildet, was wir brauchen.“

Da bislang keine Genehmigung für Veranstaltungen in der Niedersachsenhalle vorliege, finden die Auktionen des Verbandes inklusive Präsentation der Tiere ausschließlich online statt. „Das funktioniert gut bis jetzt“, sagt Treu. Gleichwohl seien die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent zurückgegangen. „Das hat mit der Anzahl der Pferde zu tun“, erklärt der Geschäftsführer. Nicht jeder Züchter nutzt das Angebot der Versteigerung im Internet.

Inwieweit das auch für die große Herbstauktion gilt, bleibt abzuwarten. Die Elite Auktion mit ihrem internationalen Publikum, geplant für den 9. und 10. Oktober, ist das Ereignis des Jahres für den Zuchtverband. Dieser Veranstaltung fiebere der Ver band fast noch mehr entgegen als der Weltmeisterschaft im Dezember, verrät der Geschäftsführer.

Derlei internationale Events benötige der Reiterstandort Verden dringend, hat der Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeldt jüngst bei einem Gespräch mit Wilken Treu festgestellt. „Das kommt gleichermaßen dem Verband, der Stadt, dem Kreis Verden, aber auch unserem Bundesland Niedersachsen zugute“, schreibt Mattfeldt in einer Pressemitteilung.

Dem Hannoveraner Verband und seinem Geschäftsführer bot Mattfeldt als Berichterstatter im Haushaltsausschuss des Bundestages an, „die erforderlichen Türen in den Ministerien für die Anliegen des Hannoveraner Verbandes und des Reitsports insgesamt zu öffnen“. Dabei dachte Mattfeldt an Fördertöpfe des Bundes zur Energie und zum Klimaschutz oder auch an Möglichkeiten der Sportförderung, beispielsweise für bundesweit bedeutsame Reitsportveranstaltungen.

Die nötigen Voraussetzungen dafür schaffen Stadt und Verband derzeit mit dem Ausbau des Rennbahngeländes. Grundsätzlich, so Wilken Treu auf Nachfrage, werde der Verband natürlich nur tätig, wenn die jeweilige Finanzierung gesichert sei. „Es geht am Ende um Meisterschaften. Kreismeisterschaften meinen wir damit nicht.“  kp

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

So teilen Sie Ihr WLAN sicher

So teilen Sie Ihr WLAN sicher

Wie Sprachreisen in Corona-Zeiten ablaufen

Wie Sprachreisen in Corona-Zeiten ablaufen

50 Jahre Citroën SM

50 Jahre Citroën SM

Genua will wieder hoch hinaus

Genua will wieder hoch hinaus

Meistgelesene Artikel

Koks und Gras machen ihnen großen Spaß

Koks und Gras machen ihnen großen Spaß

Quarantäne schrumpft drastisch

Quarantäne schrumpft drastisch

Paten für Bänke in Wald und Flur gesucht

Paten für Bänke in Wald und Flur gesucht

Ein neuer Mann am Steuer

Ein neuer Mann am Steuer

Kommentare