Der Blick über den Tellerrand

Vorbereitungen für EU-Projekt an den BBS

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Freuen sich auf die Fahrt nach Polen: Barbara Rottach und Thomas Seeseke mit den Teilnehmern des Erasmus-Projekts.

Verden - „Europa“ ist an den BBS Verden nicht einfach nur ein Wort, der Begriff wird mit Leben erfüllt. Die Einrichtung in Verden-Dauelsen beteiligt sich am EU-Programm „Erasmus Plus“ für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport. Darin arbeiten Jugendliche, auch welche aus den BBS, länderübergreifend zusammen und stellen sich gemeinsam den großen Herausforderungen, mit denen Europa bis zum Ende des Jahrzehnts konfrontiert sein wird.

Die BBS Verden kooperieren mit Partnerschulen in Polen, Spanien und Dänemark. Gestern brachen sechs Schülerinnen und Schüler des beruflichen Gymnasiums nach Opole in Polen auf, um sich in einem internationalen Workshop mit Umweltthemen auseinanderzusetzen.

Geleitet wird das Projekt von Studiendirektorin Barbara Rottach und Oberstudienrat Thomas Seeseke. Alle zwei Wochen trafen sie sich mit den teilnehmenden Schülern zur Vorbereitung. Für den anstehenden Besuch in Polen wurden bereits eifrig polnische Vokabeln gepaukt. „50 Wörter habe ich ihnen zum Lernen aufgegeben, die müssen sie können“, schmunzelt Barbara Rottach. Die Sprache, in der sich die Teilnehmer aus vier Ländern unterhalten werden, ist allerdings Englisch. Der Klimawandel mit seinen ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen sowie das Bevölkerungswachstum sind Kernthemen.

Gemeinsam wollen die Jugendlichen kreative Lösungen entwickeln, sich austauschen und voneinander lernen. Auf diese Weise sollen sie ökologisches Bewusstsein entwickeln und lernen, Verantwortung für ihre Zukunft zu übernehmen. „Der Gedanke dahinter ist, dass wir Europa wieder stark machen wollen. Probleme kann man nur lösen, wenn man zusammenarbeitet“, so Thomas Seeseke. „Auf dem Weg zur Europaschule ist es wichtig, auch einmal über den Tellerrand zu blicken“, bekräftigt Barbara Rottach.

Bei Gastfamilien untergebracht 

Die Schüler werden in Polen bei Gastfamilien untergebracht und können so viel besser in die andere Kultur eintauchen, als es bei einer Klassenfahrt der Fall wäre. Über die sozialen Medien stehen sie jetzt schon mit den polnischen Jugendlichen in Kontakt. Am ersten Tag des Aufenthalts in Polen stellt jede Gruppe ihre Schule und die Region vor. Höhepunkt vor der Rückreise soll ein Besuch in Krakau werden.

Mit Spannung erwartet die Gruppe schon, was sie in Polen erwartet. „Wenn ich diese Gelegenheit nicht ergriffen hätte, würde ich es später bestimmt bereuen“, sagt Jonas. Lennart hofft, von den Jugendlichen aus anderen Ländern lernen zu können, was man besser machen kann. „Auf diese Weise ein anderes Land kennenzulernen ist viel besser als ein Tourist“, findet Svenja. Lilly freut sich schon darauf, eine andere Kultur zu erleben und Mascha findet vor allem die Herausforderung interessant, mit den anderen über ökologische Themen zu diskutieren.

Eine weitere Schülergruppe der BBS will im Frühjahr nach Spanien aufbrechen und im Herbst steht ein Besuch in Dänemark auf dem Programm. 2019 wird die Verdener Schule Gastgeber des Treffens sein. 

ahk

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