Neue Halle für den Kehricht

Betriebshof in Verden: Saubere Lösung für 150.000 Euro

Blick auf das Gelände an der Weserstraße: Bereits jetzt wird dort Schnittgut und Baumaterial gelagert.
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Blick auf das Gelände an der Weserstraße: Bereits jetzt wird dort Schnittgut und Baumaterial gelagert.

Verden – Hier den Kehricht, da der Grünschnitt und an anderer Stelle die Utensilien für die Domweih, es liest sich ein bisschen wie ein buntes Durcheinander, wenn es um die Lagerstätten des städtischen Betriebshofes geht. Nun soll mit dem Bau von zwei Hallen Ordnung geschaffen werden. Stehen sollen die Gebäude auf dem Gelände an der Weserstraße. Die Kosten des Projekts: circa 150. 000 Euro.

Nach der Havarie beim Klärwerk: Suche nach neuer Lösung

Was den Straßenkehricht betrifft, war eigentlich alles geregelt. Nach der Tour mit der Kehrmaschine konnten die Mitarbeiter des Betriebshofes den eingesammelten Straßenstaub in einer gesicherten Halle auf dem Gelände des Klärwerks abkippen. Bis zum Jahr 2018 kein Problem, ehe dann die Havarie auf der Anlage Umstrukturierungen notwendig machte und die Halle gebraucht wurde. „Der Kehricht wird seit dem auf unserem Gelände an der Memelstraße unter freiem Himmel gelagert“, so Julian Lenz, Leiter des Betriebshofes. „Eine Notlösung“, gibt er offen zu.“ Auch deshalb, weil die beiden Kehrmaschinen das Schüttgut in nicht überdachte Boxen kippen. „Da ist es vor Regen ungeschützt und kann nicht trocknen.“ Und regelkonform ist das Verfahren auch nicht, denn aus dem Kehricht fließt Sickerwasser, das laut Abwasserverordnung über Abscheideanlagen aufgefangen werden muss, so Lenz. „Im Sommer sorgt das Wasser zudem für unangenehme Gerüche, im Winter bei Frost für Rutschgefahr auf dem Gelände.“ Den schweren Kehricht andernorts nass zu entsorgen, sei aufwendig und teuer.

Im Sommer sorgt das Wasser zudem für unangenehme Gerüche, im Winter bei Frost für Rutschgefahr auf dem Gelände

Der Betriebshof schlägt daher vor, eine Halle zu bauen. Ein Grundstück dafür ist mit dem Gelände an der Weserstraße bereits gefunden. „Die Fläche wird derzeit schon zur Lagerung von Baumaterialien und Grünschnitt genutzt“, so Lenz. Was bislang eher ein Provisorium war, soll an der Stelle nun auf stabile Beine gestellt werden. Dazu gehört neben der Halle eine mit Asphalt abgedichtete Fläche sowie ein überdachter Silo, der eine gezielte Entwässerung der austretenden Flüssigkeiten in den Schmutzwasserkanal zulässt. 60. 000 Euro, so die Schätzung der Planer, kostet die Anlage.

Eine zweite Halle, cirka 16 Meter mal 10 Meter groß

Eine zweite Halle, cirka 16 Meter mal 10 Meter groß, soll neben die Kehrichthalle gesetzt werden, Platz für Domweihutensilien, mobile Elemente für den Hochwasserschutz, Fahnenmasten und anders mehr bieten. Wegfallen würde dafür die dringend notwendige Renovierung der Tangemann-Halle an der Hohen Leuchte. Ursprünglich 90 .000 Euro sollte die Sanierung des Gebäudes kosten. Das Geld würde komplett in den Neubau an der Weserstraße fließen.

Betriebshof Verden: Investitionen in digitale Technik und Personal

Sind die Hallenbauten an der Weserstraße aus Sicht der Verantwortlichen dringend notwendig, besteht auch auf dem Gelände des Betriebshofes an der Memelstraße Handlungsbedarf. Der zunehmende Einsatz digitaler Geräte zur Vor- und Nachbereitung von Einsätzen, mehr Personal, die dafür notwendigen Arbeitsplätze, für die nahe Zukunft werde auf dem Gelände ebenfalls angebaut werden müssen. Betriebsleiter Lenz spricht von Investitionen in Höhe von circa 250 .000 Euro. Dafür braucht er noch den Grundsatzbeschluss des Rates, um überhaupt in die Planungen einsteigen zu können.

Beide Vorhaben stehen – neben weiteren Anträgen – am Dienstag, 20. Juli, auf der Sitzung des Stadtrates zur Diskussion. Das Gremium tagt ab 17.30 Uhr in der Campus Oberschule, Am Meldauer Berg 30.

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