Bischof Norbert Trelle besucht Bad Fallingbostel / Dekanatsfest zum Jubiläum

Lebendiger Glaube zum Anfassen

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Bischof Norbert Trelle vor der katholischen Kirche St. Maria in Bad Fallingbostel.

Bad Fallingbostel - „Ein heiliges Experiment“ – unter diesem Motto feiert das Bistum Hildesheim 2015 sein Jubiläumsjahr zum 1200-jährigen Bestehen. Mitfeiern heißt es natürlich auch bei den zugehörigen Dekanaten, und so besuchte Bischof Norbert Trelle am Sonntag die katholische St.-Maria-Kirche in Bad Fallingbostel zum Festgottesdienst.

„Wir feiern die Tatsache, dass über 1200 Jahre der Glaube hier gelebt wurde“, begrüßte Bischof Trelle die Anwesenden in dem voll besetzten Gotteshaus. Bad Fallingbostel stelle dabei für ihn die nunmehr fünfte Station in der Reihe der Dekanatsbesuche während des Jubiläumsjahrs dar. Probst Bernd Kösling hieß den Bischof von Hildesheim im Namen der vier Gemeinden, neun Kirchen und drei Pfarrer sowie vieler weiterer haupt- und ehrenamtlicher Mitarbeiter im Dekanat herzlich willkommen.

Gemeinsam wurde während der rund eineinhalb Stunden Festgottesdienst gebetet, gesungen und das Abendmahl abgehalten; eine Lesung aus dem ersten Johannesbrief und die Predigt Trelles rundeten den Vormittag ab.

Der Bischof und die Gemeinde dankten Gott, zu Gläubigen berufen worden zu sein und Trelle zog mit dem Vergleich der Menschen mit einer Schafherde, deren guter Hirte Jesus sei, einen roten Faden durch die Veranstaltung. Ein Gastgeschenk hatte der hohe Würdenträger ebenfalls mitgebracht: „Die silberne Kapsel, die wir dort auf dem Altar abgestellt haben, ist das älteste Teil aus der sakralen Sammlung an Kunstschätzen des Bistums Hildesheim“, erklärte Trelle die Reliquie. Diese würde von Bischof zu Bischof weitergegeben. Auch Trelle habe sie vor gut neun Jahren zu Beginn seiner Amtszeit von seinem Vorgänger erhalten. „Da ist ein Stück Stoff drin“, fuhr der Bischof fort. Diesem werde nachgesagt, dass es sich dabei um ein Stück des Mantels von der Gottesmutter Maria handele. Geöffnet worden sei die Kapsel jedoch jahrhundertelang nicht, so Trelle weiter. Mit der „Berührungsreliquie“ erlebe man durch den bloßen Glauben an ihren Inhalt dessen Frömmigkeit – quasi Glaube zum Anfassen, so der Bischof. „Das größte Gut, das uns geschenkt ist, ist unser Glaube.“

Im Anschluss an den Festgottesdienst lud die Gemeinde zum Dekanatsfest in Fallingbostels Kurhaus ein: gemeinsam wurde miteinander gegessen, geredet und Vernetzung betrieben – ganz im Sinne des Liedes „Friedensnetz“, das neben vielen anderen Stücken Bestandteil des Gottesdienstes gewesen war.

Begleitet wurde das Fest von Organist Alfons von Tegelen sowie der Achimer Musikgruppe „Alegria“ unter der Leitung von Dieter Meyer. Bischof Trelle jedenfalls versprach den Gemeindemitgliedern, ihre Wünsche und Anregungen „bis ganz nach oben“ mitzunehmen.

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