Kultusminister Grant Hendrik Tonne bringt Geld aus dem Digitalpaket nach Verden

Bildungsteilhabe für alle Kinder

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Die Digitalisierung nimmt Fahrt auf: Gestern brachte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (Mitte) Geld mit nach Verden. Zur Freude von Landtagsabgeordneter Dr. Dörthe Liebetruth, Schulleiter Christian Piechot, Jörg Rokitta von der Landesschulbehörde und Bürgermeister Lutz Brockmann (v.l.).

Verden – Der Digitalpakt Schule ist in Verden angekommen. Gestern war Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne gekommen, um sich davon zu ��berzeugen, dass jeweils 25 000 Euro für sechs Verdener Schulen gut angekommen sind. Treffpunkt für alle Beteiligten war die Campus Oberschule. Ausgestattet mit einer großen Aula und daran angrenzender Mensa gab es hier ausreichend Platz für den Abstand, aber auch für die Demonstration, wie Unterricht seit Ausbruch der Corona-Pandemie und der daraus resultierenden Maßnahmen für Schüler und Lehrer bisher ausgesehen hat.

Begleitet wurde Minister Tonne von Bürgermeister Lutz Brockmann und Sabine Mandel, Leiterin des Fachbereichs Bildung und Kultur. Auch sie verfolgten interessiert, wie monatelang unterrichtet und gelernt wurde, obwohl die Schulen geschlossen waren. Schulleiter Christian Piechot und das Kollegium hatten Stehtische mit Tablets ausgestattet, auf deren Bildschirmen Erklärvideos angesehen werden konnten, führten Live-Streaming-Unterricht vor, erklärten wie Lernsoftware funktioniert. Piechot drückte bei dieser Gelegenheit aber auch aus, wie positiv überrascht er von der Fähigkeit seiner Schüler war, selbstständig zu arbeiten. „Das werden wir auch weiterhin fördern.“

Die erste Finanzspritze aus dem Digitalpakt will Piechot für seine Schule nutzen, indem er Tablets für Schüler anschafft, deren familiäres Budget eine solche Anschaffung nicht möglich macht. Immerhin kostet das Gerät – in der Sammelbestellung günstiger – 470 Euro. Die Geräte werden dann ausgeliehen. An seiner Schule ist für alle Schüler ein solches Endgerät ab der siebten Klasse verpflichtend.

Kultusminister Grant Hendrik Tonne bedankte sich für das hohe Engagement des Schulträgers: „Ich freue mich daher, dass hier in Verden alles daran gesetzt wird, Bildungsteilhabe für alle Kinder sicherzustellen. Dies ist eine große Herausforderung und gilt aktuell mehr denn je, damit kein Kind abgehängt wird. Dieses Engagement des Schulträgers im Zusammenspiel mit den Schulen wird hier sehr positiv vorgelebt“, betonte der Kultusminister.

Die Stadt Verden hat sechs Bewilligungsbescheide aus dem Digitalpakt Schule in Höhe von 150 000 Euro erhalten. Förderschwerpunkt sind mobile Endgeräte zur Unterstützung eines zeitgemäßen Unterrichts.

Über den Digitalpakt Schule erhält das Land Niedersachsen 470 Millionen Euro vom Bund. Hinzu kommt eine Aufstockung durch das Land um rund 52 Millionen Euro. Damit stehen über 522 Millionen Euro für die Verbesserung der IT-Bildungsinfrastruktur an Niedersachsens Schulen bis 2024 zur Verfügung. Antragsberechtigt sind sowohl Träger von kommunalen öffentlichen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen als auch finanzhilfeberechtigte Träger von privaten allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen.

Das bewilligte Fördervolumen liegt derzeit in Niedersachsen bei insgesamt rund 28 Millionen Euro. Folgende Schulen in Verden haben jeweils 25 000 Euro bekommen: Grundschule am Lönsweg, Friedrich-Ludwig-Jahn-Schule, Nicolaischule Verden, Grundschule am Sachsenhain, Grundschule Walle und Campus Oberschule.

Für Bürgermeister Lutz Brockmann ist dies nur ein Anfang: „Es ist ein schöner Moment gewesen, die ersten Geräte anschaffen zu können.“ Auch die fachliche Betreuung und Beratung sei durch die EDV-Abteilung im Rathaus sichergestellt. Der Betrieb müsse schließlich stabil sein, das sei ein personeller Aufwand und müsse auch finanziert werden. Aber in den Entscheidungsgremien sei man sich einig, die Schulen unterstützen zu wollen. Von dem Geld aus Hannover seien 320 Endgeräte finanziert worden. Nun müsse es weitergehen. In der nächsten Woche berate der Schulausschuss über weitere Anschaffungen. Durch die Coronakrise sei deutlich geworden, wie groß der Bedarf ist. Denn: „Es macht die Schule verlässlich.“  wen

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