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Verden hat wieder eine Parfümerie

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Von: Erika Wennhold

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Drei Frauen vor Parfümerie-Regal.
Das persönliche Beratungsgespräch ist ihnen wichtig: Lea Eggers, Manuela Glinz und Ute Bartels (v.l.) © Wennhold

Rook ist fertig mit dem Umbau in der Verdener Innenstadt, und in der näheren Umgebung hat sich auch einiges getan.

Verden – Das war eine Überraschung für alle Seiten. Als die Parfümeriekette Douglas im vergangenen Mai die Filiale in Verden aufgab, standen die Mitarbeiterinnen vor der Frage, wie sie sich nun orientieren sollten. Einige fingen ganz neu an, andere warteten erst einmal ab, und das sollte sich lohnen. Ute Bartels, Manuela Glinz und Melanie Tschunko durften weitermachen, arbeiten jetzt jedoch nicht mehr für Douglas, sondern für die Parfümeriekette Rook, die im norddeutschen Raum 20 Filialen betreibt. Eine neue Mitarbeiterin ist mit Lea Eggers hinzugekommen, aber auch sie hat inzwischen einen großen Teil der Stammkundschaft kennengelernt, denn geöffnet hat die Parfümerie bereits seit Dezember des vergangenen Jahres, offiziell wurde es jedoch erst vor ein paar Tagen, nachdem Umbau und Bestückung des neuen Sortiments abgeschlossen waren.

Leeres Schaufenster.
Fenster einer schönen Fassade warten auf Dekoration. © Wennhold

Der Verkaufstresen ist von der Mitte an die Seitenwand gerückt, der neue Eindruck vermittelt Größe und Übersichtlichkeit. Das gefällt Ute Bartels, die Verdener Kundinnen und Kunden bestens bekannt ist, und die sich freut, dass sie wieder in die Parfümerie kommen. „Wenn erst die Außengastronomie wieder belebt ist, dann kommmen auch wieder mehr Leute in die Stadt und eben auch zu uns“, ist Bartels zuversichtlich, dass die Entscheidung an gleicher Stelle wieder eine Parfümerie zu eröffnen, richtig war.

Absetzen wollen sich die Inhaber mit exclusiven Marken und weniger Mainstream. Neu ist die Einrichtung einer Kosmetikkabine, die noch im Bau ist und für die zur Zeit eine erfahrene Kosmetikerin gesucht wird. „Schön war das Willkommen der Kolleginnen und Kollegen in den benachbarten Geschäften, freut sich Bartels und schön findet sie auch, wie positiv sich die Umgebung entwickelt hat. Das lässt sie positiv in die Zukunft blicken. „Wir freuen uns auf das persönliche Gespräch mit unseren Kunden und haben immr Zeit für sie.“

Das Umfeld hat sich durch die Neueröffnung des Augenoptikfachgeschäftes Fielmann und die Wiederbelebung des ehemaligen Augenoptikgeschäftes Frese tatsächlich positiv verändert. Denn seit Sylvia Verema hier ein Bekleidungsgeschäft für Neuware und Second Hand eröffnet hat, macht die Nachbarschaft wieder einen gepflegten Eindruck. „Früher habe ich da auch schon mal aufgeräumt, wenn es mir zu viel wurde,“ erinnert sich Ute Bartels.

Schaufenster mit großflächigem Plakat.
Das Internet kann Einkaufserlebnisse nicht ersetzen. © Wennhold

Aber auch in die andere Richtung blicken die Mitarbeiterinnen der Parfümerie nun wieder gerne, seit ein Geschäft für Outdoormode das ehemalige Schuhgeschäft übernommen hat. Dennoch gibt es viel Leerstand. Zuletzt hat die Modeschmuckkette Bijou Brigitte Verden den Rücken gekehrt. Und durch den Umzug von Fielmann steht in der Nähe des Rathauses ein weiteres Ladengeschäft leer. Andere werden bald wieder bezogen oder haben durch Förderprogramme wie Pop-up-Stores neue Angebote in die Stadt gelockt. In die ehemaligen Räume einer Krankenkasse in der Nähe des norderstädtischen Marktplatzes zieht schon bald ein ambulanter Pflegedienst ein. Auch hier hat der Leerstand dann eine Ende.

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