Andere Begräbniskultur

Bienen sollen auf dem Friedhof Nahrung finden

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Begutachten die blühende Bienenwiese auf dem Waldfriedhof (von links): Jürgen Weidemann, Claudia Ahrens und Wilfried Klut.

Verden - So richtig nach Friedhof sieht sie eigentlich nicht aus, die neu angelegte Wildbienenwiese an der Lindhooper Straße. Dafür aber umso bunter. Natur pur eben. Auf einer rund 1 600 Quadratmeter großen Fläche haben die Mitarbeiter des Kirchengemeindeverbandes die neue Nahrungsquelle für Bienen angelegt.

Im Frühjahr wurde die Fläche aus dem Waldfriedhof gefräst, planiert und Samen ausgebracht. Der Aufwand hat sich gelohnt, stellten gestern Jürgen Weidemann, Mitglied des Verbandsvorstands Kirchliche Friedhöfe Verden, Vorarbeiter Wilfried Klut und Friedhofsgärtnermeisterin Claudia Ahrens fest. Von ihr stammt übrigens der Vorschlag für die Blumenwiese, die voraussichtlich bis zum September, vielleicht auch Oktober so erhalten bleibt.

75 Prozent aller Bestattungen sind heute Urnenbestattungen

Der Grund für die Anlage, außer den Bienen eine Freude zu bereiten, ist ebenso simpel wie einleuchtend. Aufgrund der Veränderung der Begräbniskultur – mittlerweile sind 75 Prozent der Bestattungen Urnenbeisetzungen – gibt es immer mehr Freiflächen. Auch aus Kostengründen versucht der Friedhofsverband nunmehr, die so genannten Überhangflächen einer anderen Nutzung zuzuführen.

Eine naturnahe Friedhofsgestaltung bietet für eine Vielzahl von Tieren einen wichtigen Lebensraum und eine Nahrungsquelle. Auf der Wildblumenwiese pflanzten die Gärtner überdies einen Ahornbaum und eine Gleditschie, auch Lederhülsenbaum genannt, die erst im Herbst blüht.

koy

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