Stadt führt Gespräche

Ausschreibung für mobile Gastro im Allerpark: Ein Bewerber ist schon raus

300 Quadratmeter stehen für das mobile Lokal zur Verfügung. Skizze: Stadt Verden
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300 Quadratmeter stehen für das mobile Lokal zur Verfügung.

Verden – Ein kahles Rechteck auf der ohnehin nicht üppig bewachsenen Rasenfläche ist die letzte Spur der Gastronomie im Allerpark. Zurzeit weisen nur Verteilerkästen darauf hin, dass die Stadt Verden ihren Wunsch, mit Blick auf den Fluss, ein – hochwasserbedingt – mobiles Lokal anzusiedeln, keinesfalls aufgegeben hat. Und jetzt scheint auch wieder Bewegung in die Angelegenheit zu kommen.

Bürgermeister Lutz Brockmann jedenfalls legte dem Verwaltungsausschuss am Dienstagabend einen Sachstandsbericht vor. Bis Mitte März war Zeit, sich für den Betrieb der beweglichen Gastronomie zu bewerben. Zwei Interessenten habe es gegeben, sagte Brockmann auf Nachfrage.

Bewerber Nummer eins habe eine „spannende Idee“ vorgelegt, die aber leider nicht umsetzbar sei. Zu nah am Ufer und zu großer Platzbedarf lauteten die Ausschlusskriterien. Mit Bewerber Nummer zwei sollen jetzt Gespräche geführt werden. Auch, um auszuloten, wie groß der Investitionswille noch ist. Denn die Ausschreibung endete vor dem Shutdown für die inzwischen arg gebeutelte Gastronomie. „Ich hoffe, dass Corona das Interesse nicht erlahmen ließ“, so Brockmann.

Viel ließ sich der Bürgermeister nicht entlocken über den potenziellen Betreiber. „Es ist jemand, der Verden kennt“, mehr gab er nicht preis.

300 Quadratmeter stehen für das mobile Lokal zur Verfügung.

Zuletzt hatte Angelika Repinski vom Café Lugenstein ihr Glück im Allerpark versucht. Doch noch ehe die geplanten verglasten Container samt Dachterrasse auf der vorgesehenen Fläche standen, warf sie das Handtuch. Unter anderem, weil mehrfach eingebrochen worden war in die Hütte, die sie übergangsweise vom Vorgänger übernommen hatte.

Auch der aktuelle Bewerber plant laut Bürgermeister mit Dachterrasse auf einem teilverglasten Container. In einen solch stabilen Mobilbau sei es nicht so leicht einzubrechen, zeigte er sich zuversichtlich. Dass es schwierig ist, das Gelände immer im Blick zu haben, mochte er nicht abstreiten. „Es ist schön an der Aller“, sagte er, „aber abseits gelegen.“

Sollten Stadt und Bewerber sich einig werden, bedarf es keiner weiteren politischen Entscheidung, sondern nur einer Baugenehmigung für das Aufstellen des Containers. Wann das wahr werden könnte, ob noch in diesem Jahr, vermochte Brockmann nicht einzuschätzen. Auch das kleine Bonbon der Stadtplaner, den Allerpark-Gastronomen vor der Konkurrenz auf dem Kaufhallen-Gelände zum Zuge kommen zu lassen, lässt der Bürgermeister eingepackt. „Man hat jetzt erst mal die Gelegenheit zu zeigen, dass man Gastronomie im Allerpark kann.“

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