Flyer „Tod & Leben“ gibt einen Überblick über die Angebote im Landkreis

Bewältigung der Trauer

Barbara Walther, Katholische Beratungsstelle, Holger Kalbas, Trauerbegleitung, Silke Ahrens, Trauerbegleitung, Hans-Jürgen Lange, St. Johannis, Pastor Marko Stenzel, Anneliese Gieschen, Palliativnetz und Heike Hansmann, Kontaktstelle für Selbsthilfe, zeigen den Flyer „Tod & Leben“. - Foto: Haubrock-Kriedel

Verden - Wer einen nahestehenden Menschen verloren hat oder auf dem letzten Weg begleitet, benötigt oft selbst Rat und Hilfe. Der gerade erschienene Flyer „Tod & Leben“ gibt jetzt einen Überblick über die Angebote zur Palliativ- und Hospizarbeit sowie Trauerbegleitung im Landkreis Verden.

Die Idee sei nach den Bibelgesprächen 2015 im Stadtkirchenzentrum zum Thema „Sterbebegleitung – Sterbehilfe“ und während der „Woche für das Leben“ in der Gemeinde St. Josef entstanden. Damals sei von den Teilnehmenden der Wunsch geäußert worden, einen Überblick über Kontaktstellen und Hilfsangebote zu erstellen, so Marko Stenzel, Pastor der St. Johannisgemeinde. Die Themen „Sterben und Sterbehilfe“, „Sterben in Würde“ sowie die Möglichkeit der professionellen Begleitung und auch die dazugehörige Trauerarbeit sollten in der öffentlichen Wahrnehmung nicht ausgeblendet werden, betont er. „Wir wollen mit dem Flyer praktische Hilfe und Orientierung für die Ratsuchenden anbieten.“ Auch für die Angehörigen sei Begleitung vor und nach einem Trauerfall wichtig, bekräftigt Barbara Walther, katholische Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle. „Die Angehörigen müssen genauso betreut werden wie die Sterbenden.“

Der Flyer enthält zum einen die Kontaktdaten des Palliativnetzwerkes im Landkreis Verden und des Hozspizkreise Verden. Beide Institutionen bieten Unterstützung in der letzten Lebensphase für unheilbar Kranke und ihre Angehörigen.

Zum anderen sind unterschiedliche Hilfsangebote zur Trauerbegleitung aufgeführt, zum Beispiel Gesprächsgruppen für Trauerbegleitung, das

Selbsthilfegruppe für Sterneneltern

Trauercafé, die offene Trauergruppe oder die Selbsthilfegruppe für Sterneneltern. Auch Kurse „Letzte Hilfe“, in denen Menschen lernen, was sie für die ihnen Nahestehenden am Ende des Lebens tun können, gibt es im Landkreis. Daneben enthält der Flyer auch die Kontaktdaten der Katholischen Beratungsstelle und der Kontaktstelle für Selbsthilfe. „Jeder Trauernde braucht in seiner speziellen Situation etwas anderes. Dieser Flyer bietet einen guten Überblick über die verschiedenen Hilfsangebote. Da wir uns auch untereinander kennen, können wir gegebenenfalls auch weitervermitteln“, so Heike Hansmann von der Kontaktstelle für Selbsthilfe.

Der Flyer liegt demnächst in Kirchen, Institutionen, Alten- und Pflegeheimen, Diakoniestationen, Krankenhäusern, Seniorenbüros, bei Bestattern und beim Landkreis aus. Auch auf der Homepage der Kirchengemeinden kann er eingesehen werden.

Für Fragen steht die St. Johannisgemeinde gern zu Verfügung. Infos unter Telefon 04231/ 2612, E-mail kg.johannis.verden@evlka.de. - ahk

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