Im Aufwind

Besucherrekord im DPM

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Die Playmobil-Ausstellung bescherte dem Deutschen Pferdemuseum einen Besucherrekord und ein ungeahntes Medieninteresse.

Verden - Als selbstbewusste, moderne Einrichtung präsentierte sich das Deutsche Pferdemuseum (DPM) dem Kulturausschuss des Landkreises. Als Vertreter eines der Hauptgeldgeber hatten die Kulturpolitiker des Kreistags in Verden am Holzmarkt nach dem Rechten gesehen.

Besucherekorde, zunehmende Verweilzeiten und viel Medienresonanz überzeugten die Kommunalpolitiker, dass das Haus im Aufwind ist, wie es der Vorsitzende Wilhelm Hogrefe formulierte. Gewissermaßen als Hausherr begrüßte der Vorsitzende des Vereins Deutsches Pferdemuseum, Rainer Kiel, die Kreistagspolitiker im historischen Stuckraum. Einst sei er Offizierskasino der ehemaligen Kaserne gewesen, wusste Wilhelm Hogrefe. 

Jetzt ist er Leseraum und Standort der bedeutenden Fachbibliothek über alles, was mit Haltung, Zucht und Ausbildung von Pferden zu tun hat. Die mit wertvollen historischen Druckwerken gefüllten Regale seien eines der Bestandteile der Einrichtung, fasste die wissenschaftliche Mitarbeiterin Christine Rüppell zusammen. Hinzu kommen die Foto-Archive, darunter die Sammlung der Familie Menzendorf, und natürlich die eigentliche Sammlung mit musealen Objekten.

Bewahren und erhalten sei wie bei jedem Museum die Aufgabe des Teams. Breiten Raum und einen hohen Kostenanteil nehme dabei der Kampf gegen den Verfall von Exponaten ein, erklärte Ina Rohlfing. Die Leiterin von Verwaltung, Finanzen und Personal berichtete, dass sich damit die Arbeit im Haus nicht erschöpfe.

Erfolgreiche Playmobil-Ausstellung

Einen Besucherrekord mit 22.000 Gästen etwa haben ihm im vergangenen Jahr die Playmobil-Welten beschert. Ebenso eine Resonanz in Öffentlichkeit und diversen Medien, mit der das siebenköpfige Team nicht gerechnet hatte. Auch die Sonderausstellung Naturfotografie sei ein Erfolg. In diesem Jahr habe sich die Besucherzahl im Vergleich zur Präsentation 2016 verdoppelt. Sie konnte jetzt schon zusagen, dass es im nächsten Jahr eine Neuauflage geben werde.

Auch sei zu beobachten, dass sich die Verweilzeiten der Gäste im Haus verlängern. An den Aktionen der Museumspädagogik könne das eher nicht liegen. Dieser Bereich habe im vergangenen Jahr mit Krankheiten zu kämpfen gehabt. Neben Aktionen für kleine Museumsgäste biete das Haus aber auch die Möglichkeit, Trauungen und andere öffentliche Veranstaltungen durchzuführen. Vom Kindergeburtstag bis zum Vortragsabend hatte Rohlfing 180 Veranstaltungen gezählt.

Verständnis als nationales Museum

Das Deutsche Pferdemuseum verstehe sich als nationales Museum, machte Christine Rüppell deutlich. Dabei ginge es nicht nur um die Ambitionen der einstigen Gründer, sondern auch um die Entstehungsgeschichte. Die Verdener Einrichtung sei die erste ihrer Art in Deutschland, noch vor dem Westfälischen Pferdemuseum, gewesen. Auch wenn es nur eine Mappe mit der Aufschrift „Das Verdener Pferd 1924“ war, die den Anfang des Bestands darstellte.

Ein Konzept für die Sammlung, das der Einrichtung sein Profil gibt, sei gerade in Arbeit, berichtete Rüppel. Nicht zuletzt für den Erwerb des Museumsgütesiegels habe sie die Aufgabe übernommen. Einen Ankauf-Etat, die Sammlung weiter zu entwickeln, gebe es nicht. Da sei das DPM auf freiwillige Spender angewiesen. Und die gebe es auch immer wieder. Als wertvoll habe sich die Fielmann-AG erwiesen, die Museen, auch das in Verden, mit gezielten Ankäufen unterstützt.

kle

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